Pressemitteilung

Das Biikebrennen der Nordfriesen

14.02.2017 - Lätj üs da troole ferdriwe!

Wie jedes Jahr findet das Biikebrennen der Nordfriesen am 21. Februar statt. Das Wort Biike ist aus der friesischen Sprache entnommen und heißt auf Deutsch Bake - also ein Feuerzeichen. Der friesischen Tradition nach werden alte Weihnachtsbäume und anderes Gestrüpp aufgetürmt und dann in der Dunkelheit des 21. Februar entzündet. Der Zweck des Brauchs ist jedoch nicht ganz eindeutig. Die einen sagen das Feuer solle die bösen Geister und Dämonen des Winters vertreiben. Andere beziehen den Brauch auf die Verabschiedung der Walfänger auf den Inseln.

Während des Entfachens der Biike werden meist friesische oder plattdeutsche Lieder gesungen. Nach dem Feuer kann man sich mit einer heißen Grünkohlsuppe aufwärmen und ein friesisches Theater anschauen, so wie beispielsweise auf dem Festland in Risem-Loonham/ Risum-Lindholm bei Niebüll.

Auf den Inseln Sylt, Amrum und Föhr hat sich eine Tradition entwickelt, wo die Nachbarsdörfer mit Absicht frühzeitig die Biiken der anderen Dörfer entfachen. Um dies zu verhindern werden oftmals Biike-Wächter eingesetzt.  

Besonders auf den Inseln und Halligen ist die Biike ein Touristenmagnet geworden. Auf dem Festland war das Biikebrennen für lange Zeit ausgestorben, aber mit Erfolg wieder etabliert worden, so dass heute Biiken auch außerhalb Nordfrieslands Grenzen entfacht werden. Hinzukommt, dass der Bekanntheitsgrad der Biike seit 2014 gestiegen ist, da das Biikebrennen der Friesen in diesem Jahr von der Deutschen UNESCO-Kommissionin das Bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen worden ist.

In diesem Sinne: Lätj üs da troole ferdriwe! – Lasst uns die Dämonen vertreiben!

Wir wünschen allen die mitfeiern ein schönes Fest!

Alle Biikefeuer am 21. Februar auf einen Blick

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