Aktuelles

Neues aus der Minderheitenpolitik in Brandenburg

12.05.2017 - Siedlungsgebiet der Sorben/Wenden in Brandenburg erweitert

Kulturstaatssekretärin Ulrike Gutheil begrüßt als Beauftragte für Angelegenheiten der Sorben/Wenden des Landes Brandenburg die Zustimmung [vom 10.05.2017] des Haupt­ausschusses des Brandenburger Landtags, für acht weitere Gemeinden – zum Teil in Gänze, zum Teil für einzelne Ortssteile – die Zugehörigkeit zum angestammten Siedlungsgebiet der Sorben/Wenden festzustellen.

Insgesamt wurden Anträge für 33 Gemeinden gestellt – 18 Anträge wurden positiv beschieden, zwei teilweise positiv für einzelne Ortsteile und 13 Anträge wurden abgelehnt. Damit gehören jetzt insgesamt 43 Städte und Gemeinden in Südbrandenburg ganz oder teilweise zum angestammten Siedlungsgebiet der Sorben/Wenden.

 „Die positiven Entscheidungen[zur Siedlungserweiterung red.]sind ein gutes Signal: Wendische Kultur, Sprache und Bräuche sind nicht nur Teil des immateriellen Kulturerbes Deutschlands – sie sind ein Alleinstellungsmerkmal im Süden Brandenburgs und tragen zur Attraktivität der Region bei“, so Gutheil.

Gedenktag der Sinti und Roma im Landtag Brandenburg

Anlässlich des Gedenktages „Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus und der Beendigung des Zweiten Weltkrieges in Europa“ fand im Landtag Brandenburg am 9. Mai 2017 eine Gedenkveranstaltung statt.  75 Jahre nach dem „Himmler-Erlass“ über die Deportation der Sinti und Roma in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau stehen in diesem Jahr die 500 000 Sinti und Roma im Mittelpunkt des Gedenkens, die  von den Nationalsozialisten deportiert und ermordet wurden.

Landtagspräsidentin Britta Stark appellierte in ihrer Rede an die Anwesenden zum klaren Handeln gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antiziganismus.

Ministerpräsident Dietmar Woidke mahnte: „Heute gedenken wir im Besonderen der Sinti und Roma, die von den Nationalsozialisten erst systematisch entrechtet und viele von ihnen – etwa 500 000 - in ganz Europa – in grauenvoller Weise ermordet wurden. Die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus darf niemals ruhen.“ 

Petra Rosenberg, Vorsitzende des Landesverbands Deutscher Sinti und Roma Berlin-Brandenburg e. V., betonte in ihrer Rede, wie die Vergangenheit in der Gegenwart weiter wirkt: 
"Das wohl dunkelste Kapitel in der deutschen Geschichte ist in tragischer Hinsicht auch ein Teil unserer Geschichte; es ist für in Europa lebende Sinti und Roma Bestandteil in der Wahrnehmung der Gegenwart und prägt bis zum heutigen Tag auf nachhaltige Weise nicht nur das Bewusstsein der Überlebenden, sondern auch das der Nachgeborenen.

Quelle: Landtag Brandenburg  

Pressemitteilungen des Landtages:  
Acht weitere Gemeinden gehören zu Siedlungsgebiet der Sorben
Gedenkstunde zum 72. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus und des Endes des 2. Weltkrieges in Europa

Petra Rosenberg, Vorsitzende des Landesverbands Deutscher Sinti und Roma Berlin-Brandenburg e. V.
Vorführung Dokumentartheater „Zur Endlösung der Zigeunerfrage“ Ein fiktives Symposium
V. l. n. r.: Landtagspräsidentin Britta Stark, Zeitzeuge Günter Pappenheim, Vorsitzende des Landesverbands Petra Rosenberg, Zeitzeuge Eckhard Stenzel und Ministerpräsident Dr. Woidke
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