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Nordfriesisches Sommer-Institut 2017 schließt mit „unsichtbarer“ Sprache

08.09.2017 - BREDSTEDT (NfI). Sprache kann unsichtbar sein. Das betrifft nicht allein Minderheitensprachen, sondern ebenso das täglich gesprochene Wort. Dies erklärte Professor Dr. Nils Langer von der Europa-Universität Flensburg in seinem Vortrag im Nordfriisk Instituut in Bredstedt. Unterhaltsam und lebendig stellte er das Konzept der „unsichtbaren Sprache“ vor. Es geht dabei um solche, die nicht verschriftlicht wurden, aber auch um unterschiedliche Aussprachen, die nicht im Schriftbild dargestellt werden.

Nils Langer wies besonders auf die Bedeutung der „Unsichtbarkeit“ für das Nordfriesische hin. Sie werde oft mit Minderwertigkeit in Verbindung gebracht, sowohl von Außenstehenden als auch von Sprechern. Sie vereinfache und verfälsche das vielfältige Bild einer Gesellschaft und Kultur. In dieser Hinsicht könnten Schilder mit friesischen Ortsnamen helfen, die Sprache sichtbar zu machen und so ihren Status zu heben, sagte Langer.

Der Vortrag bildete den Abschluss des diesjährigen Nordfriesischen Sommer-Instituts. Alle Abende seien auf sehr gute Resonanz gestoßen, bilanzierte Institutsdirektor Professor Dr. Thomas Steensen, und so werde es auch 2018 ein „Sommer-Institut“ geben. Die Reihe wurde unterstützt von der Nord-Ostsee-Sparkasse.

Pressemitteilung des Nordfriisk Instituut

Nils Langer beim Vortrag im Nordfriisk Instituut; Foto: Harry Kunz
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