Aktuelles

Vorstellung des Niederdeutschsekretariats in Berlin

13.04.2018 - Das Jubiläum „25 Jahre Europäische Charta der Regional- und Minderheitensprachen“ brachte für die niederdeutsche Sprechergruppe eine deutliche Stärkung: Der Bundesraat för Nedderdüütsch hat zur Unterstützung seiner sprachpolitischen Arbeit ein Niederdeutschsekretariat erhalten, das vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat unterstützt und mit Mitteln der Bundesrepublik Deutschland gefördert wird.

Im Rahmen eines Empfangs in der Vertretung des Landes Schleswig-Holstein beim Bund wurde das neue Sekretariat am 12. April 2018 der politischen Öffentlichkeit vorgestellt.

Als besonderen Gast konnte die Sprechergruppe den neuen Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten Dr. Bernd Fabritius begrüßen. Seine erste Amtshandlung führte ihn damit zu den Niederdeutschen. Dr. Bernd Fabritius benannte konkrete Aufgaben und Herausforderungen, um die Sprache zukünftig zu stärken und dynamische Entwicklungen in Gang zu setzen. „Dem Bundesrat für Niederdeutsch und dem Niederdeutschsekretariat kommt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle zu. Ihnen obliegt es, die sprachpolitischen Interessen der Sprechergruppe vor allem gegenüber den zuständigen Ansprechpartnern in den Regierungen und Parlamenten aktiv zu vertreten, damit diese Interessen gehört und berücksichtigt werden und alle Akteure das ihnen Mögliche zum Erhalt und zur Pflege der niederdeutschen Sprache beitragen.“

Der Bevollmächtigte des Landes Schleswig-Holstein beim Bund Staatssekretär Ingbert Liebing beglückwünschte Christiane Ehlers zu ihrem neuen Amt als Leiterin des Niederdeutschsekretariats. Christiane Ehlers stellte die Schwerpunkte ihrer Tätigkeit dar und betonte die Bedeutung des Bildungsbereiches für die niederdeutsche Sprache: „Plattdüütsch is en Spraak, för de wi instaht. Un dat doot wi ok. Mit veel Knööv un Toversicht.“

Die Leiterin des Minderheitensekretariats Judit Šołćina/Scholze hob den Stellenwert der Zusammenarbeit im Bereich der Sprachpolitik für die Charta-Sprachen in Deutschland (dazu zählen neben der Regionalsprache Niederdeutsch, Dänisch, Nord- und Saterfriesisch, Romanes, Ober und Niedersorbisch) hervor und forderte gleichzeitig die politische Partizipation der Vertreter*innen der Regional- und Minderheitensprachen weiter zu stärken: „Eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe aller politischen Vertreter auf Bundes-, Landes- sowie kommunaler Ebene gemeinsam mit dem Bundesraat för Nedderdüütsch ist für den Schutz und die Förderung der niederdeutschen Sprache dringend erforderlich!“

Der Minderheitenrat und das Minderheitensekretariat freuen sich auch in Zukunft auf gute Zusammenarbeit mit dem Bundesraat för Nedderdüütsch mit seinem neuen Niederdeutschsekretariat im Bereich der Sprachenpolitik der Charta-Sprachen in Deutschland! 

Wi feer Minderheiden in Düütschland gratuleern fun harden tot nüe Nederdüütschsekretarioot: Tillykke! Wjele zboža! Hartliken Lukwansch! Žycymy wjele gluki! Allens Gode!

Der Bundesraat för Nedderdüütsch (BfN) vertritt die Interessen der Niederdeutschsprecher*innen in den Bundesländern Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und der Plautdietsch-Sprecher*innengruppe auf Länder- und Bundesebene. Er wird unterstützt vom Niederdeutschsekretariat.

Quelle: Pressemitteilung des Niederdeutschsekretariats
Pressemitteilung des Beauftragten Dr. Bernd Fabritius


                                    Vorstellung des Niederdeutschsekretariats in Berlin

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