Minderheitensekretariat der vier autochthonen nationalen Minderheiten und Volksgruppen

Schwerpunkte

Die Bundestagsdebatte zu den Charta-Sprachen in Deutschland

Unter dem Titel „Charta-Sprachen in Deutschland – Ein Thema für alle!“ fand am 26.11.2014 in Berlin in der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft eine Konferenz statt, zu welcher der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk (MdB) gemeinsam mit dem Minderheitenrat der vier autochthonen nationalen Minderheiten und Volksgruppen Deutschlands eingeladen hatten. Die Schirmherrschaft übernahm der Präsident des Deutschen Bundestages Dr. Norbert Lammert.


Die Idee einer Konferenz basiert auf der Drucksache 17/11638 des Deutschen Bundestages unter dem Titel "20 Jahre der Zeichnung der Europäischen Charta der Regional- und Minderheitensprachen" vom 26. November 2012.

Im Vorfeld der Konferenz führte das Minderheitensekretariat in Berlin eine Umfrage durch, um das Wissen der Mehrheitsbevölkerung über die Charta-Sprachen in Deutschland zu prüfen:



Das Unwissen und zum Teil die Gleichgültigkeit als Ergebnis des Kurzfilms gaben einen guten Anstoß zur darauffolgenden Podiumsdiskussion mit Vertretern der europäischen wie auch Bundes- und Länderebene.

Ergebnis der Konferenz ist das Grundsatzpapier des Minderheitenrates „Charta-Sprachen in Deutschland-Gemeinsame Verantwortung“, welches mit dem Beauftragten der Bundesregierung abgestimmt worden ist. Das Papier umfasst Grundsätze und gemeinsame Zielsetzungen, welche zur Konferenz an den Bundestagspräsidenten Herrn Dr. Lammert wie auch stellvertretend für die Bundesländer an Frau Anke Spoorendonk, Ministerin für Justiz, Kultur und Europa des Landes Schleswig-Holstein und Frau Dr. Eva-Maria Stange, Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst im Freistaat Sachsen übergeben worden ist.

Die Konferenz setzte somit den Startpunkt für eine von Bund, Ländern, Minderheiten und Niederdeutsch-Sprechern gemeinsam zu entwickelnde sprachenpolitische Ausrichtung für die Charta-Sprachen in Deutschland, in der sich die gemeinsame Verantwortung widerspiegelt.

Der Schutz der Minderheitensprachen in Deutschland und der Regionalsprache Niederdeutsch ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Er steht in der Verantwortung aller am politischen Umsetzungsprozess der Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen Beteiligten.

Es folgten zahlreiche Gespräche zum Thema mit den jeweiligen Fraktionen des Bundestages, Anfragen im Rahmen des Gesprächskreises des Innenausschusses des Deutschen Bundestages mit dem Minderheitenrat, Beratende Ausschüsse für Fragen der jeweiligen Minderheiten und der Regionalsprache Niederdeutsch, Parlamentarische Frühstücke 2015 und 2016, einzelne Gespräche mit den Mitgliedern des Bundestages aus den Siedlungsgebieten u.v.m.

Daraus folgt die Aufforderung seitens des Minderheitenrates an den Bundestag:

Der Minderheitenrat Deutschlands wendet sich an den Bundestag und die Bundesländer mit der Bitte um Unterstützung der im Grundsatzpapier formulierten Zielsetzungen und fordert dazu die Durchführung einer Bundestagsdebatte mit dem Ziel eines Bundestagsbeschlusses noch in dieser Legislaturperiode.

Ende 2016 bekam der Minderheitenrat die Zusage, dass die Bundestagsdebatte für 2017 im Frühjahr vorbereitet wird. Wir warten gespannt auf den weiteren Verlauf!


Zu den Charta-Sprachen in Deutschland gehören Nord- und Saterfriesisch, Nieder- und Obersorbisch, Dänisch, Romanes sowie die Regionalsprache Niederdeutsch. Sie werden geschützt durch die Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen des Europarates, gezeichnet durch die Bundesrepublik Deutschland 1992. 



Moin!

Wutrobnje witajće!

Hjertlig velkommen!

Latscho Diewes!

Hartlik wäljkiimen!

Witajśo k nam!

Herzlich Willkommen!

Welcome!

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