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29. Nordfriesisches Sommer-Institut: Klimawandel, Gräber, Diamanten und mehr

12.06.2019 - Sechs Abende über nordfriesische Themen, von Fachleuten allgemeinverständlich präsentiert

Am 26. Juni beginnt das 29. Sommerinstitut, die Vortragsreihe des Nordfriisk Instituut in Bredstedt. Neue Forschungsergebnisse, aber auch aktuelle Themen der nordfriesischen Kultur, Geschichte und Sprache werden vorgestellt und diskutiert. Die sechs Abende wenden sich gleichermaßen an Einheimische und Feriengäste.

Zum Auftakt am 26.6. erläutert der Bremische Deichhauptmann Michael Schirmer, zuständig für den Küstenschütz im Weserraum, seinen professionellen „Blick auf die Zukunft der Nordseeküste“ unter dem Stichwort Klimawandel  - was ist nicht mehr aufzuhalten, was kann noch getan werden? Hochaktuell und brisant. Anschließend lädt das Nordfriisk Instituut zu einem kleinen Umtrunk ein.

Es folgt ein Blick auf die Frühzeit der Nordfriesen. Der Direktor des Nordfriisk Instituut, Dr. Christoph Schmidt, ist gelernter Archäologe und zeigt am 10.7. auf, was frühmittelalterliche Gräber zur Besiedlungsgeschichte und zur Herkunft der Nordfriesen verraten. Hat Nordfriesland etwas mit dem Kolonialismus zu tun? Den Spuren eines in den Kolonien reich gewordenen Nordfriesen begegnet man heute noch im Sönke Nissen-Koog; wo sein Reichtum herkam, diese Frage beantwortet Marco Petersen, Historiker an der Dansk Centralbibliotek, am 24.7. unter dem Thema „Deiche, Diamanten und der Tod.“

Am 7.8. ist der Direktor der Ostfriesischen Landschaft zu Gast. Rolf Bärenfänger war, bevor er diese Position übernahm, mehrere Jahrzehnte Leiter des dort angesiedelten Archäologischen Dienstes für Ostfriesland. Er wird die „Ostfriesische Landschaft“ als Institution vorstellen, in welcher die jahrhundertealte Selbstverwaltung der ostfriesischen Stände und somit ein Teil der berühmten friesischen Freiheit fortlebt.

Gemeinsam mit der Interessengemeinschaft Baupflege Nordfriesland und Dithmarschen veranstaltet wird der fünfte Vortrag: Joachim Taege ist in der Ferring Stiftung zuständig für das Kirchenarchiv der Insel Föhr. Er referiert am 21.8. über „Die sprechenden Grabsteine von St. Laurentii auf Föhr“
Ungewöhnlich der Abschluss, der bereits am 28.8. folgt: Robert Langhanke, Dozent an den Universitäten Kiel und Flensburg, befasst sich mit dem plattdeutschen Poeten Klaus Groth, vor allem mit seinem Epos „Der Heisterkrog“, das in den Reußenkögen bei Bredstedt spielt. Ergänzt wird diese Vortrag mit Musik: Dass Liedermacher aus der Folkwelt gerne auf Texte Groths zurückgreifen, ist vielen vertraut; weniger bekannt aber ist, dass bereits zu Groths Lebzeiten klassische Komponisten wie Johannes Brahms oder Edvard Grieg seine Gedichte vertonten; der am Landestheater aktive Bariton Karsten Grothe wird einige dieser Lieder singen, die selten zu hören sind.

Die Vorträge beginnen jeweils um 19:30 Uhr und finden im Nordfriisk Futuur, Süderstr. 30, Bredstedt, statt.

(Pressemitteilung des Nordfriisk Instituut)

Titelbild: Foto: Nordfriisk Instituut

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