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Am 16. Dezember jährt sich Himmlers „Auschwitz-Erlaß“ - Gedenkveranstaltung in der Gedenkstätte Sachsenhausen

13.12.2018 - Heute am 13. Dezember 2018 erinnerte der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma in der Gedenkstätte Sachsenhausen am zentralen Gedenkort Station Z mit einer Gedenkveranstaltung und einer Kranzniederlegung an die Opfer des nationalsozialistischen Völkermordes an den Sinti und Roma. Der Zentralrat nahm mit einer Delegation von 40 Personen teil, darunter Holocaustüberlebende und Vorstände seiner Landes- und Mitgliedsverbände.

Bei der Gedenkveranstaltung sprachen der Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Dr. Axel Drecoll, der Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Andreas Büttner, sowie der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose.

In seiner Rede wies Romani Rose auf die Bund-Länder-Vereinbarung zum Erhalt der Gräber von NS-verfolgten Sinti und Roma hin, die am 14. Dezember 2019 in einem feierlichen Staatsakt im Bundesrat von Bundesministerin Franziska Giffey unterzeichnet wird.

„Das ist für unsere Menschen und für unsere ganze Minderheit ein historisches Datum, ein historischer Moment, dessen Tragweite wir heute nur andeuten und ahnen können. Diese Grabstätten werden für unsere Menschen als Familiengedächtnisorte geschützt. Sie werden aber gleichzeitig mehr als das sein, sie werden zu Lernorten unserer Geschichte, unserer gemeinsamen Geschichte in Deutschland. Sie können Teil der politischen Bildung in unserem Land werden und so beitragen zu einer gemeinsamen Festigung unserer Demokratie“, so Romani Rose (zur gesamten Rede von Romani Rose).

Morgen, am 14. Dezember 2018 findet die jährliche Gedenkstunde des Bundesrates statt, bei der Bundesratspräsident Daniel Günther die Gedenkrede halten wird. Ministerin Franziska Giffey begrüßt die Delegation des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma im Bundesrat und wird nach der Gedenkrede die Bund-Länder-Vereinbarung für die Bundesregierung unterzeichnen.

Hintergrund:
Am 16. Dezember 1942 unterzeichnete Himmler den sogenannten „Auschwitz-Erlaß“, der die Deportation von Sinti und Roma aus ganz Europa in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau anordnete – unter ihnen über 10.000 deutsche Sinti und Roma aus dem damaligen Reichsgebiet. Insgesamt wurden im besetzten Europa mehrere Hunderttausend Sinti und Roma in Konzentrationslagern oder durch Einsatzgruppen der SS ermordet. Im Konzentrationslager Sachsenhausen waren mehr als 1.000 Sinti und Roma inhaftiert, von denen die meisten dort umgekommen sind.

Quelle: Pressemitteilung des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma

Gedenkstätte Sachsenhausen; Foto: Zentralrat Deutscher Sinti und Roma
Rede des Vorsitzenden des Zentralrates Deutscher Sinti und Roma Romani Rose zur Gedenkveranstaltung, Foto: Minderheitensekretariat
Kranzniederlegung an die Opfer des nationalsozialistischen Völkermordes an den Sinti und Roma am zentralen Gedenkort Station Z in Sachsenhausen; Foto: Minderheitensekretariat
Kranzniederlegung an die Opfer des nationalsozialistischen Völkermordes an den Sinti und Roma am zentralen Gedenkort Station Z in Sachsenhausen; Foto: Minderheitensekretariat
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