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Einladung zur Fachtagung "Visuelle Dimensionen des Antiziganismus" in Heidelberg

09.10.2018 - Die Forschungsstelle Antiziganismus des Historischen Seminars der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg lädt ein zu einer spannenden Fachtagung zum Thema: „Visuelle Dimensionen des Antiziganismus“, die am 15. und 16. November 2018 im Internationalen Wissenschaftsforum Heidelberg (IWH) stattfinden wird. Internationale Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen werden in mehreren Panels aktuelle Forschungsergebnisse ihrer jeweiligen Disziplinen zur Rolle des Visuellen bei der Enstehung von Antiziganismus präsentieren. Es wird um eine verbindliche Anmeldung gebeten.

Sie finden das elektronische Anmeldeformular hier.

Eine umfangreiche Beschreibung der inhaltlichen Schwerpunkte der Tagung:
Visuelle Medien spielen seit der Frühen Neuzeit eine Schlüsselrolle für die Genese des Antiziganismus. Das interdisziplinär angelegte Verbundforschungsprojekt „Stigma ‚Zigeuner‘. Visuelle Dimensionen des Antiziganismus“ untersucht im Rahmen des „Field of Focus 3“ mit vergleichenden Analysemethoden die zentralen Motive und Semantiken von „Zigeuner“-Bildern in unterschiedlichen visuellen Repräsentationsformen wie bildender Kunst, Fotografie oder Film. Dadurch soll eine empirische Grundlage geschaffen werden, um das Konstrukt vom „Zigeuner“ in seinen inhaltlichen, zeitlichen, geografischen und medienspezifischen Ausprägungen freizulegen.

Auf der Tagung wird eine im Rahmen des o. g. Verbundforschungsprojekts erarbeitete Fallstudie zu einem besonders wirkmächtigen Motiv – dem von „Zigeunern“ begangenen Kinderraub – in seiner intermedialen Ausprägung vorgestellt. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus dem In- und Ausland präsentieren im Rahmen der zweitägigen Veranstaltung aktuelle Forschungsergebnisse ihrer jeweiligen Disziplinen zur Rolle des Visuellen bei der Genese des Antiziganismus.

Die Entwicklung visuell tradierter „Zigeuner“-Stereotype folgt medialen Eigenlogiken und ist zudem von literarischen Vorlagen wesentlich beeinflusst. Die Tagung will aufzeigen, wie unterschiedliche Repräsentationsformen des „Zigeuner“-Bildes auf vielschichtige Weise miteinander interagiert haben: Gerade diese Verbindungslinien und komplexen Wechselbeziehungen sollen untersucht und diskutiert werden. Die Tagung markiert damit einen ersten Schritt hin zu einem für die Gegenwart hochrelevanten Erkenntnisziel: eine medienübergreifende Phänomenologie des „Zigeuner“-Bildes und seiner Motivik sowie seiner Sinngehalte. In die Analyse einbezogen werden sollen auch inhaltliche Verbindungen und motivische Verknüpfungen zu anderen, verwandten rassistischen Diskursen, insbesondere zum Antisemitismus, zum Rassismus gegen Schwarze bzw. zu kolonialen Bildwelten und zur Misogynie.

Es handelt sich um die erste eigenständige Fachtagung der Forschungsstelle Antiziganismus, die im Juli 2017 am Historischen Seminar der Universität Heidelberg unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Edgar Wolfrum eröffnet wurde. In dieser bundesweit einzigartigen universitären Forschungseinrichtung werden Ursachen, Formen, Funktionen und Folgen des Antiziganismus in den europäischen Gesellschaften vom Mittelalter bis in die Gegenwart in interdisziplinärer Perspektive untersucht.

Am 15. November um 18:15 Uhr wird Prof. Dr. Klaus-Michael Bogdal als key-note speaker über „Die Vorschrift der VOR-BILDER. Zum Nicht-Sehen-Wollen von Roma“ im Hörsaal des IWH referieren.

(Mitteilung zur Tagung der Forschungsstelle Antiziganismus)


Programm der Fachtagung
Vortragende der Tagung

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