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„Das erste Mal“ - Nordfriisk Instituut und NDR 1 Welle Nord präsentierten den Friesischen Schreibwettbewerb „Ferteel iinjsen“

28.11.2018 - “... nun sind Vater und Mutter verstorben, nach sieben Jahren öffnet sich das erste Mal wieder die Klöntür des Elternhauses“ – so fängt die Geschichte von Martje Momen Karstens auf Mooringer Friesisch an. „Das erste Mal“ war das Thema beim zehnten Friesischen Schreibwettbewerb „Ferteel iinjsen“. Martje Momen Karstens aus Leck hat mit ihrer anrührenden Geschichte die Jury überzeugt. Sie hat in diesem Jahr den mit 500 € dotierten ersten Preis gewonnen für die beste der insgesamt 41 eingereichten Geschichten. Diese kamen diesmal unter anderem von der Insel Helgoland, anderen nordfriesischen Inseln, vom schleswig-holsteinischen Festland und auch von den „Butenfriesen“. Die Vielfalt der Dialekte spiegelte sich unter anderem darin, dass es für das Thema in diesem Jahr gleich drei Schreibweisen auf Friesisch gab: „Dåt jarst tooch“ |“At iarst feer“ | „Dit jest Mol“. Auf der Gala im „Andersen Hüs“ in Klockries war diese Vielfalt wieder vereint. Die Journalistin Elin Hinrichsen führte durch das festlich-fröhliche Treffen der Friesen, der musikalische Rahmen kam auf Friesisch und a cappella von der Gruppe „Voice Time“.

„Ferteel iinjsen“ ist ein Gemeinschaftsprojekt des Nordfriisk Instituuts und von NDR 1 Welle Nord. Zum zweiten Mal steht die Amrum Touristik AöR als Sponsor hinter dem Wettbewerb und finanziert die 1600 € Preisgeld.

Der mit 350 € dotierte 2. Preis wurde an Antje Tadsen verliehen, die auf Amrumer Friesisch unter dem Titel „En roosenen ufgang“ beschreibt, was passiert, wenn man ohne Gastronomie-Wissen in einem Nobelrestaurant aushilft. Platz drei und 250 € Preisgeld gingen an eine Geschichte aus der Jugend. Auf Mooringer Friesisch erinnert sich Thomas Steensen, wie er als Kind mit seiner Angst vor dem Herunterspringen fertig geworden ist. „At as nimer to leed för en iarst geer“ (Es ist nie zu spät für ein erstes Mal) überschreibt Merle Sievers ihre Geschichte auf Föhrer Friesisch (Fering), die den Weg eines über 80-Jährigen in die digitale Welt beschreibt. Platz vier und 150 € gibt es für diese Geschichte der Föhrerin, die in Flensburg studiert. „85 C“ steht für eine BH-Größe und ist der Titel der Geschichte von Gesa Hering von der Insel Föhr, die in ihrem Friesisch die Pubertätssorgen eines Mädchens mit „knabenhafter Figur“ beschreibt. Die Jury hat viel Spaß an der Geschichte gehabt und den mit 100 € dotierten fünften Platz an Frau Hering vergeben.

Die Schulen haben sich am zehnten Wettbewerb von „Ferteel iinjsen“ sehr aktiv beteiligt. Von den zehn Geschichten gefielen besonders die des elfjährigen Momme Kahl aus Risum und die von Kristin Carstensen von Föhr. Auch sie wurden mit Preisen geehrt.

Am 29. November 2018, wurden in einer Sondersendung über die Sender Flensburg (Frequenz 89,5) und Westerland die Preisträgergeschichten vorgestellt. Zum Nachhören und Nachlesen sind die Geschichten auch auf ndr.de/sh zu finden.

„Ferteel iinjsen“ gibt es seit 2001. Mit dem nun zehnten Wettbewerb sind insgesamt rund 450 Texte eingegangen. Damit ist der aktuell größte Bestand an friesischen Prosatexten entstanden.

Quelle: Pressemitteilung des NDR vom 24.11.2018

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