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Es kann los gehen: Workshoptreffen zur gemeinsamen Wanderausstellung in Berlin stattgefunden. Es warten spannende und arbeitsintensive Monate auf uns!

27.03.2019 - Vom 25. bis zum 26.03.2019 fand das erste Workshoptreffen von Fachleuten aus den Bereichen Ausstellungen, Museum und Öffentlichkeitsarbeit zur Erarbeitung einer ersten gemeinsamen interaktiven Wanderausstellung der vier autochthonen nationalen Minderheiten sowie der Regionalsprache Niederdeutsch im Museum Neukölln in Berlin statt.

Nachdem sich die beteiligten Vertreter und Vertreterinnen bereits bei einem Treffen im Dezember des letzten Jahres kennengelernt und für die gemeinsame Arbeit an einer Wanderausstellung ausgesprochen haben, diente der Workshop dazu, ein tieferes Verständnis für die Selbstrepräsentation der vertretenen Gruppen zu entwickeln.

Auf Einladung des Minderheitensekretariats nahmen Karl-Peter Schramm vom Minderheitenrat, Tine Andresen vom Sydslesvigsk Forening, Christina Bogusz vom Serbski muzej Budyšin - Sorbisches Museum, Steffen Krestin von den Städtischen Sammlungen Cottbus/Wendisches Museum, Bernd Grünefeld vom Plattdüütskbüro/Ostfriesische Landschaft, Christoph Schmidt vom Nordfriisk Instituut, André Raatzsch vom Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, Christiane Ehlers vom Niederdeutschsekretariat sowie Judith Scholze/Šołćina und Madlena Kowar/Kowarjec vom Minderheitensekretariat teil.
Diese VertreterInnen dienen dem seit März verantwortlichem Ausstellungsteam als Experten und Berater zur Seite.

Die Leiterin des Minderheitensekretariats Judith Šołćina/Scholze freut sich, den Ethnologen Dr. Robert Lorenz als Kuratoren gewonnen zu haben. Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit arbeitet er seit 2012 als freischaffender Europäischer Ethnologe, Ausstellungskurator und freier Autor mit Schwerpunkt zu Lausitzer Themen und deutsch-sorbischer Kulturgeschichte. Lorenz unternahm mehrere ethnologische Feldforschungen innerhalb und außerhalb der Lausitz. Außerdem war er Kurator mehrerer Ausstellungsprojekte u.a. in Berlin, Hoyerswerda, Halle/Saale und Görlitz, und hat zahlreiche wissenschaftliche und journalistische Publikationen zu kulturgeschichtlichen Themen herausgegeben. Er wird unterstützt durch die neue Projektmanagerin im Minderheitensekretariat Johanna Panse, die im letzten Jahr ihr Masterstudium des Museumsmanagements und der -kommunikation abschloss.

„Ich freue mich auf die neue Herausforderung der Entwicklung einer gemeinsamen Wanderausstellung. Der Austausch mit den Experten und Expertinnen hier in Berlin zeigt, dass es sich um ein spannendes Projekt handelt. Ich freue mich über das Engagement und das große Interesse der Teilnehmenden und hoffe, dass wir darauf auch in Zukunft bauen können. Auf uns warten spannende und arbeitsintensive Monate“, sagte Kurator Dr. Robert Lorenz nach dem Treffen.

Nach einer Führung durch die Ausstellung „99 x Neukölln“ mit Museumsdirektor Dr. Udo Gößwald, welche als Inspiration dienen sollte, wurde über mögliche Berührungspunkte und Inhalte zwischen den unterschiedlichen Gruppen gesprochen, die sich für eine gemeinsame Darstellung im Rahmen der Ausstellung eignen könnten.

Es wartet viel Arbeit auf das Ausstellungsteam. Bis Ende des Jahres soll ein Drehbuch für die Wanderausstellung entstehen. Dazu dienen im Laufe des Jahres drei weitere Workshops im Juni, August und November mit den o.g. Experten, eine Recherchereise des Ausstellungsteams im Mai zu den VertreterInnen der vier nationalen Minderheiten und der Sprechergruppe Niederdeutsch sowie die Suche nach und die Zusammenarbeit mit einem Gestaltungsbüro, das Ideen zur Umsetzung des Erarbeiteten entwickeln soll.

Das nächste Treffen dieser Fachleute findet Ende Juni in Berlin statt.

Die Erarbeitung einer gemeinsamen interaktiven Wanderausstellung wird aufgrund eines Bundestagsbeschlusses gefördert durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat.

Titelbild: Teilnehmende des Treffens im Museum Neukölln, Foto: Minderheitensekretariat

Führung mit Museumsdirektor Dr. Udo Gößwald (2. v.l.n.r.) durch die Ausstellung "99 x Neukölln" im Museum Neukölln, am Monitor Kurator Dr. Robert Lorenz; Foto: Minderheitensekretariat
Mitgebrachte Objekte der Teilnehmenden: Klischee oder doch persönlicher Bedeutungsträger? Foto: Minderheitensekretariat
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