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Diese Woche in Berlin: Vertreter der Minderheiten nehmen teil an der jährlichen Implementierungskonferenz sowie am Festakt aus Anlass des 30-jährigen Bestehens des Amtes des Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten

06.11.2018 - Am Mittwoch, den 7. November 2018, heißt es wieder in Berlin: Die nationalen Minderheiten stehen auf der Tagesordnung!

Schon am frühen Morgen beginnt im Bundeshaus, einer Außenstelle des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat die jährlich stattfindende Implementierungskonferenz: eine Bund-Länder-Konferenz mit den Minderheiten, zu der der 5. Bericht Deutschlands zum Rahmenübereinkommen des Europarates zum Schutz nationaler Minderheiten erörtert und verabschiedet wird.

Am Nachmittag steht die Jugendarbeit der nationalen Minderheiten – der Sorben, Dänen, Friesen und deutschen Sinti und Roma – im Mittelpunkt, zu der auch Jugendliche der vier autochthonen Minderheiten teilnehmen werden. Zum ersten Mal soll die Jugendarbeit den Vertretern des Bundes, der Länder, der anderen nationalen Minderheiten sowie der Regionalsprache Niederdeutsch vorgestellt werden und über gemeinsame Vorhaben in Zukunft diskutiert werden.

Am späten Nachmittag wird dann in der Französischen Friedrichstadtkirche am Gendarmenmarkt ein Festakt aus Anlass des 30-jährigen Bestehens des Amtes des Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten stattfinden.

Die Einsetzung von Dr. Horst Waffenschmidt im Jahr 1988 als erster Beauftragter war eine Reaktion auf die mit den politischen Umbrüchen in den damaligen „Ostblock“-Staaten wachsende Anzahl von Aussiedlern. Zugleich markierte sie den Beginn besonderer politischer Anstrengungen zur Unterstützung der Deutschen in den mittel, ost- und südosteuropäischen Staaten und den Nachfolgestaaten der Sowjetunion. Seit 2002 ist der Beauftragte zudem erster Adressat für die Anliegen der vier nationalen Minderheiten in Deutschland und der Gruppe der Niederdeutsch Sprechenden.

Seitens des Bundes sprechen der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat Prof. Dr. Günter Krings, der ehemalige Parlamentarische Staatssekretär und Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten a.D. Dr. Christoph Bergner sowie der aktuelle Beauftragte der Bundesregierung Prof. Dr. Bernd Fabritius.
Darüber hinaus sprechen auch der Vorsitzende des Minderheitenrates Karl-Peter Schramm sowie der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Minderheiten Bernard Gaida.

Der Vorsitzende des Minderheitenrates Karl-Peter Schramm, der am Wochenende erst seinen 70. Geburtstag feiern durfte, freut sich insbesondere über die Teilnahme von zwei jungen Saterfriesinnen, die ihn nach Berlin begleiten und die Minderheitenpolitik auf Bundesebene kennenlernen wollen: “Wir alle haben noch eine Menge Arbeit zu leisten! Wir wollen in Zukunft kein wohlgehütetes Geheimnis sein, sondern ein selbstverständlicher Teil Deutschlands. Zurzeit wird viel über den Begriff „Heimat“ diskutiert. Wir nationalen Minderheiten haben seit Jahrhunderten unsere Heimat hier - sie sollte in gemeinsamer Arbeit mit dem Bundesbeauftragten so gestaltet werden, dass wir auch sichtbar sind. Das werde ich zum Festakt auch ansprechen”, sagte er bei seiner Abfahrt nach Berlin.

Am Tag darauf tagt am Nachmittag der Beratende Ausschuss für Fragen des sorbischen Volkes beim Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat unter Leitung des Beauftragten Herrn Fabritius. 

Zur selben Zeit findet vom 5. bis 8. November die 27. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Minderheiten in Berlin statt - mehr dazu hier

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