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Aufruf zum Workshop: Strategien der Selbstbehauptung ethnischer Minderheiten in Mehrheitsgesellschaften

07.03.2019 - In Zusammenarbeit mit der Nationalen Staatlichen Jurij-Fedkowytsch-Universität Czernowitz organisiert das Moldova-Institut Leipzig e.V. (MIL) in diesem Jahr einen Workshop im Rahmen des DAAD-Programms "Ost-West-Dialog". Er findet vom 7.-14. September 2019 in Leipzig, Dresden und Bautzen statt. 

Zielgruppe sind moldauische, ukrainische, russische und belarussische Studierende, Doktoranden, Wissenschaftler, Mitarbeiter von NGOs und Minderheitenverbänden.

Zielsetzung und Problemstellung

Die Minderheitenpolitik Deutschlands kann als gutes Praxisbeispiel dienen. Den vier autochthonen nationalen Minderheiten Deutschlands (Dänen, Friesen, deutsche Sinti und Roma und Lausitzer Sorben) ist es möglich, auf Augenhöhe mit politischen Vertretern zu agieren.

Dieses Projekt macht es sich zur Aufgabe, Menschen, die in oder mit kompakten ethnischen Minderheiten in Osteuropa arbeiten mit den Lausitzer Sorben zusammenzubringen, um einen fruchtbaren Dialog anzuregen.

Ziel des Workshops ist es, die Auseinandersetzung der Teilnehmenden aus Osteuropa mit der Praxis des Minderheitenschutzes in Deutschland zu befördern und ihnen Einblicke zu geben, wie mehrheitswirksame Arbeit ethnischer Minderheiten und ihre Wirkung nach innen und außen funktionieren kann.

Fragestellungen

  • Was braucht es für eine gute und effektive Verwaltung und Vertretung von ethnischen Minderheiten in Mehrheitsgesellschaften?
  • Welchen Mehrwert stellen sinnvoll organisierte ethnische Minderheiten für die Mehrheit da?
  • Wie kann das Erlernen von Minderheitensprachen und das Fortführen von Brauchtum attraktiv gestaltet werden?
  • Welche Konfliktpotenziale gibt es mit der Mehrheit und anderen ethnischen Minderheiten?
  • Wie gestaltet sich die Kooperation mit anderen ethnischen Minderheiten (im deutschen und slawischen Raum und wie gestaltet sich diese Kooperation in der Ukraine, Republik Moldau und Belarus?

Arbeitsformen

Fachvorträge, Diskussionen, Arbeit in kleinen Gruppen und Besuche von medialen, kulturellen, politischen und Bildungs-Einrichtungen der sorbischen Minderheit, des weiteren Diskussionen mit Abgeordneten mit sorbischem Hintergrund sowie mit Wissenschaftlern aus dem Bereich der Minderheitenforschung und der Sorabistik.

Finanzierung

Das Projekt wird vom DAAD aus Mitteln des Auswärtigen Amts (AA) gefördert. Auf dieser Grundlage werden die Kosten für Programm, Unterkunft, Verpflegung sowie die Kosten für die An- und Abreise über das Moldova-Institut Leipzig e.V. finanziert.

Bewerbung

Eine vollständige Bewerbung (mögliche Sprachen: Deutsch, Englisch, Russisch, Rumänisch) umfasst folgende Unterlagen:

  • lückenloser tabellarischer Lebenslauf;
  • Motivationsschreiben (1 Seite);
  • Angaben zu Sprachkenntnissen (formlos; in einfacher Kopie beigefügte entsprechende Leistungsnachweise sind nicht Voraussetzung, aber von Vorteil).

Bewerbungsschluss beim Moldova-Institut Leipzig unter moldova@uni-leipzig.de ist der 31. März 2019.

(Quelle: Moldova Institut)

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