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Interaktive Ausstellung im Nordfriisk Futuur erstmals zu sehen

08.05.2018 - Zum Nachmittag der offenen Tür kamen zahlreiche Gäste ins Nordfriisk Instituut. Es gab Führungen, Filme, ein Bücher-Flohmarkt und eine „Rallye“ durch die neue interaktive Ausstellung. Unter den vielen Gästen war auch der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten Dr. Bernd Fabritius. 

Am Sonnabend, 5. Mai 2018, lud das Nordfriisk Instituut in Bredstedt zum Nachmittag der offenen Tür ein und stellte in diesem Rahmen die neue interaktive Ausstellung zur friesischen Geschichte, Kultur und Sprache im „Nordfriisk Futuur“ erstmals allen Interessierten vor.
Mit dieser Ausstellung will das Nordfriisk Instituut Interesse für die nationale Minderheit wecken.

In einem „Zeitstrahl“ im Flur des Nordfriisk Futuur werden die wichtigsten Ereignisse der nordfriesischen Geschichte in Wort und Bild vermittelt, von der ersten Erwähnung der Friesen vor zwei Jahrtausenden bis ins Jahr 2018. Im sogenannten Multi-Media-Saal können friesische Geschichte, Sprache und Kultur interaktiv erfahren werden.

Das größte und zentrale Ausstellungsstück im Nordfriisk Futuur bildet den Angaben zufolge die älteste Fahne mit dem bekannten Nordfriesen-Wappen, das eine Krone, einen halben Adler und einen Grütztopf zeigt. Das Nordfriisk Instituut verwahrte sie bisher in einem Panzerschrank, nach Restaurierung kann sie jetzt dauerhaft gezeigt werden.

Das Nordfriisk Futuur soll ein Ort für alle Friesen und ihre Gäste, für Einheimische und Touristen sein. Es soll kein Museum sondern ein friesisches Informations- und Begegnungszentrum sein. Es soll Interesse wecken und Kenntnisse vermitteln über die faszinierende Geschichte, Kultur und Sprache Nordfrieslands. Schon der Name Nordfriisk Futuur weist darauf hin, so heißt es in einer Mitteilung des Bredstedter Instituts, dass die Einrichtung der „nordfriesischen Zukunft“ verpflichtet ist.

Das Nordfriisk Futuur ist zu den Öffnungszeiten des Instituts (montags bis freitags, 8.30 bis 12.30 Uhr, donnerstags zusätzlich 13.30 bis 16 Uhr) zu besuchen. Im Jahr 2018 wird kein Eintritt erhoben, um eine Spende wird gebeten.

Weitere Informationen zum „Nordfriisk Futuur“:
„Zeitstrahl“ und Film „Typisch friesisch“
Bereits im Flur zum Nordfriisk Futuur werden auf einem „Zeitstrahl“ die wichtigsten Ereignisse der nordfriesischen Geschichte in Wort und Bild vermittelt, von der ersten Erwähnung der Friesen vor zwei Jahrtausenden bis ins Jahr 2018. In einem Kurzfilm, finanziert von der Husumer Hagemann-Stiftung, nehmen Einheimische und Feriengäste von Sylt bis Eiderstedt und von Amrum bis Husum Stellung zu der Frage: „Was ist typisch friesisch?“

Multi-Media-Saal
Im gut 100 Quadratmeter großen Multi-Media-Saal des Nordfriisk Futuur können friesische Geschichte, Sprache und Kultur interaktiv erfahren werden. Die Besucher empfängt eine kurze Präsentation: In drei Minuten werden darin die wichtigsten Fakten über Friesen, Friesisch und Nordfriesland vermittelt. Mit „Originalblick“ auf die Bredstedter Kirche können sich die Besucher über Besonderheiten nordfriesischer Kirchen informieren.

An einer ganzen Wand, die einem Deich nachgebildet ist, werden die wichtigsten Themen der nordfriesischen Geschichte vor Augen geführt: Ein- und Auswanderung, Landwirtschaft und Seefahrt, Küstenschutz und Sturmfluten. Die wichtigsten Stationen der friesischen Bewegung können auf einer Zeitreise angesteuert werden. Am Schluss erklingt das friesische Flaggenlied „Gölj – rüüdj – ween“ (Gold – Rot – Blau), das 2015 zur offiziellen Hymne des Kreises Nordfriesland wurde.
Das größte und zentrale Ausstellungsstück im Nordfriisk Futuur bildet die älteste Fahne mit dem bekannten Nordfriesen-Wappen, das eine Krone, einen halben Adler und einen Grütztopf zeigt.

„Themeninseln“ im Raum sind zum Beispiel bekannten Nordfriesen, den friesischen Vereinen sowie den Orts- und Personennamen gewidmet. Auch der Zusammenhang mit anderen sprachlichen Minderheiten in Europa wird verdeutlicht.

Hauslandschaft
Eine große „Themeninsel“ im Nordfriisk Futuur ist der nordfriesischen Hauslandschaft gewidmet. Sie wurde in intensiver ehrenamtlicher Arbeit durch die Interessengemeinschaft Baupflege (IGB) gestaltet, die dem Nordfriesischen Institut eng verbunden ist. Das landläufig als „Friesenhaus“ bezeichnete nordfriesische Bauernhaus ist gelebte Geschichte. Die einzigartige Vielfalt der nordfriesischen Hauslandschaft beruht auf Einflüssen aus dem jütischen, niederdeutschen und niederländischen Raum. Die mit der Fachexpertise der IG Baupflege hergestellten Elemente wecken die Neugier mit kreativ und unterhaltsam aufbereiteten Themen. Zahlreiche originale Exponate sind aufwändig inszeniert. Der „Tast-Kontakt“ zu den Materialien ist erwünscht und wird durch eine Fühlbox noch intensiviert.

Friesische Sprache
An der bereits 2015 fertiggestellten „Sprachwand“ werden Besonderheiten des Friesischen herausgestellt. Man kann die friesische Sprache lesen, hören und selbst ausprobieren. In einem Dialog erfährt man in verschiedenen friesischen Dialekten, dass „Frauen und Männer nicht zusammenpassen“, zum Beispiel auf „Frasch“: „Wüste än kjarls pååse ai tuhuupe.“  Jede thematische Einheit im Nordfriisk Futuur trägt ein friesisches Sprichwort als Leitmotiv. Und schon im alten Gebäude des Instituts kann man mit Hilfe von Aufklebern friesische „Vokabeln“ lernen: Ein Fenster heißt zum Beispiel „waning“ und ein Spiegel „schaamstiinj“.

Foto: Arndt Prenzel
Enthüllung der Hinweistafel für Nordfriisk Futuur; Quelle: BMI
Blick ins Nordfriisk Futuur; Foto: Claas Riecken, Nordfriisk Instituut
Blick ins Nordfriisk Futuur mit dem Direktor des Instituts Prof. Dr. Thomas Steensen; Foto: Claas Riecken, Nordfriisk Instituut
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