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Recherchereise nach Schleswig-Holstein und Niedersachsen für die interaktive Wanderausstellung der vier autochthonen nationalen Minderheiten und der Sprechergruppe Niederdeutsch

10.05.2019 - Vom 13. bis zum 17.05.2019 reist das Ausstellungsteam, bestehend aus Kurator Dr. Robert Lorenz und Projektmanagerin Johanna Panse zu den Dänen und Nordfriesen in Schleswig-Holstein sowie den Sater- und Ostfriesen in Niedersachsen. Die Recherchereise in Vorbereitung der gemeinsamen Wanderausstellung soll einen tieferen Einblick in den Lebensalltag der Gruppen geben. Neben Gesprächen mit Vertreterinnen und Vertretern der Minderheiten unterschiedlicher Generation besucht das Ausstellungsteam Museen und andere Repräsentationsorte der Minderheiten und der Sprechergruppe Niederdeutsch. 

Am Montag reist das Ausstellungsteam zu den Dänen nach Flensburg. Dort finden Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern der Minderheit sowie ein Besuch der deutsch-dänischen Grenze und ein Stadtrundgang „auf den Spuren der Dänen“ durch Flensburg statt. Am Dienstag trifft das Team Vertreterinnen und Vertreter der Nordfriesen. Auf der Agenda stehen Gespräche mit friesischen Studenten, der Besuch des Nordfriisk Instituuts mit seinem Nordfriisk Futuur in Bredstedt sowie die Fahrt zur Insel Föhr, um dort mit Friesen und Friesinnen in Austausch zu treten. Weitere Stationen der Reise sind ein Besuch des Danevirke Museum in Dannewerk, die Besichtigung des Museumsdorfs Cloppenburg - Niedersächsisches Freilichtmuseum sowie ein Treffen mit den Saterfriesen im Saterland. Den Abschluss der Reise bildet der Besuch der Ostfriesischen Landschaft in Aurich sowie eine Führung durch das Ostfriesische Teemuseum in Norden.

Ziel der nächsten Recherchereise Ende Mai ist der Besuch des Dokumentations- und Kulturzentrum deutscher Sinti und Roma in Heidelberg.

Hintergrund: 
Die sprachliche und kulturelle Vielfalt in Deutschland, die Geschichte und die Rolle der nationalen Minderheiten und der Sprechergruppe Niederdeutsch sind in Deutschland nur wenig bekannt, wenn nicht sogar ein wohlgehütetes Geheimnis. Jede einzelne nationale Minderheit präsentiert sich bzw. einzelne Schwerpunkte ihrer Arbeit auf verschiedene Art und Weise. Eine gemeinsame Darstellung auf Bundesebene der vier nationalen Minderheiten sowie der Sprechergruppe Niederdeutsch gibt es bisher jedoch nicht.

Ab 2019 kann nun ein langjähriges gemeinsames Vorhaben Realität werden: die gemeinsame Wanderausstellung. Diese hat zum Ziel, die Dänen in Südschleswig, Friesen, Lausitzer Sorben sowie deutsche Sinti und Roma in Bezug auf ihre Geschichte, Kultur, Identitäten und Sprachen unter Hinzunahme der Vertreter der niederdeutschen Sprachgruppe vorzustellen.

Für Rückfragen steht das Minderheitensekretariat unter Tel.: +49 (0)30 18681 14265 zur Verfügung.

Die Erarbeitung einer gemeinsamen interaktiven Wanderausstellung wird aufgrund eines Bundestagsbeschlusses gefördert durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat.

Weitere Informationen:
Pressemitteilung zum ersten Workshoptreffen 2019 zur gemeinsamen Wanderausstellung in Berlin stattgefunden vom 27.03.2019
Pressemitteilung des Minderheitensekretariats vom 10.12.2018
Pressemitteilung zum Beschluss über die Wanderausstellung 2019

Mitgebrachte Objekte der Teilnehmenden zum ersten Workshoptreffen im März 2019: Klischee oder doch persönlicher Bedeutungsträger? Foto: Minderheitensekretariat
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