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Servicebüro und Sprachschule für Sorbisch eröffnen in der Lausitz

02.09.2019 In Hoyerswerda öffnete Montag, den 26.8.2019, im Haus der Sorben ein Servicebüro für die sorbische Sprache. Es soll die aktive Pflege der sorbischen Sprache im kommunalen Alltag der Kommunen im sorbischen Siedlungsgebiet fördern und als Übersetzungs- und Beratungsdienstleister für Kommunen dienen. Und zwar, ohne dass diesen Kosten entstehen. Dafür macht der Freistaat rund 300.000 Euro locker, um, zunächst auf zwei Jahre befristet, das Büro einzurichten und zwei Mitarbeiter zu bezahlen. Die 42 Kommunen im deutsch-sorbischen Siedlungsgebiet sollen hier nicht nur tatkräftige Unterstützung bekommen, wenn es um die zweisprachige Bezeichnung von Straßen geht, sondern vor allem im Alltag. Gerade bei amtlichen Themen tauchen immer wieder Begriffe auf, die es im Sorbischen noch gar nicht gibt. Außerdem wurde ebenfalls am 26.8.2019 in Bautzen eine sorbische Sprachschule eröffnet. Ab September werden dort obersorbische Sprachkurse für Erzieher, Verwaltungsmitarbeiter und Lehrer angeboten. Der Sächsische Staatsminister für Kultus Christian Piwarz (CDU) betonte: “Wir müssen weiterhin dafür werben, dass sich Menschen dem Sorbischen zu wenden, dass sie Sorbisch lernen oder ihre Kenntnisse vertiefen. Wir müssen dazu kommen, dass Sorbisch selbstverständlich gesprochen wird, nicht nur an den Schulen, sondern auch im Alltag.” Ziel ist es, künftig jedes Jahr zehn Lehrer an sorbische oder Sorbisch unterrichtende Schulen aus den Kursen zu entlassen.
Die Sächsische Staatskanzlei hat dem Kultusministerium mehr als 330.000 Euro für die Schule überlassen. Damit können die Kosten für die ersten zwei Jahre gedeckt werden. Darüber hinaus finanziert das SMK die notwendigen Personalkosten im Rahmen von Weiterbildungsmaßnahmen.
Bei der Enthüllung des Schildes für das neue Servicebüro am Gründungshaus der Domowina in Hoyerswerda. Foto: Uwe Schulz
Benedikt Ziesch unterrichtet die Mitarbeiterinnen des LaSuB Angela Ruscher (M.) und Pia Urban in einem Sorbisch-Kurs für Behördenmitarbeiter. Dieser wird jetzt an der neuen Sorbischen Sprachschule fortgeführt; Foto: Carmen Schumann
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