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Sinti und Roma. Eine deutsche Geschichte - Eine Dokumentation des ZDF

26.08.2019 - Ende Juli 2019 strahlte ZDF die Dokumentation “Sinti und Roma. Eine deutsche Geschichte” aus. Dieser Film steht nun auf www.zdf.de online ein Jahr zur Verfügung.

Als "Zigeuner" beschimpft, verfolgt, von den Nazis ermordet und ausgegrenzt bis heute: "ZDF-History" blickt anhand bewegender Schicksale auf die Geschichte der Sinti und Roma in Deutschland.

Vor 75 Jahren leisteten sie im sogenannten Zigeunerlager von Auschwitz Widerstand gegen ihre drohende Vernichtung. Sie konnten sie aufschieben, aber nicht verhindern. In der Nacht zum 3. August 1944 wurden Sinti und Roma in den Gaskammern ermordet.

Der 44-minütige Film von Annette von der Heyde erzählt unter anderem vom Vater der Sängerin Marianne Rosenberg. Im Mai 1944 kämpfte er in Auschwitz mit im Aufstand gegen die SS, überlebte und hielt seine Kinder an, ihre Herkunft besser zu verschweigen. Dotschy Reinhardt erzählt als junge Vertreterin der großen Musikerdynastie Reinhardt vom Schicksal ihrer Familie. Rita Vowe-Trollmann erinnert an ihren Vater, den Boxer "Rukeli", dem die Nazis den Meistertitel einfach aberkannten - wegen "undeutschen Boxens". Romani Rose berichtet von seinem Vater Oskar, der vergeblich beim Münchner Kardinal Faulhaber um Hilfe für sein Volk bat. Der Musiker Janko Lauenberger erinnert an seine Verwandte Erna. "Ede und Unku" heißt das Buch über sie, das in der DDR Schullektüre war. Die Dokumentation zeigt auch, wie Sinti und Roma nach dem Krieg für Entschädigung und Anerkennung kämpften, und dass Antiziganismus noch immer weit verbreitet ist.

Link zum Film: www.zdf.de/dokumentation/zdf-history/sinti-und-roma-eine-deutsche-geschichte-100.html mit weiteren Auszügen aus Interviews

Titelbild: Dokumentation “Sinti und Roma. Eine deutsche Geschichte” des ZDF

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