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Zu Besuch bei der dänischen Minderheit: Fabritius unterstützt Welterbe-Antrag

05.11.2018 - Pressemitteilung des NDR vom 1.11.2018:

Bei seinem ersten Besuch in Flensburg hat der Minderheitenbeauftragte der Bundesregierung, Bernd Fabritius, erklärt, dass aus seiner Sicht die Minderheitenarbeit in der Region auf die Liste des immateriellen Unesco-Welterbes gehöre. "Man spricht miteinander, man sieht, dass der grenzüberschreitende Verkehr stattfindet, die Arbeitslosenzahlen sind zurück gegangen, man geht sachlich an die Themen heran. Und das ist meiner Ansicht nach ein Beispiel, wie man mit Minderheitenpolitik in Europa insgesamt umgehen müsste", sagte Fabritius. Der Landtag hatte bereits im März dieses Jahres seine Unterstützung des Antrages bei der UNESCO beschlossen.

Anwalt für Minderheiten
Die Vertreter der deutsch-dänischen Minderheit hatten durch das Treffen die Gelegenheit, Bernd Fabritius als ihren Ansprechpartner auf Bundesebene persönlich kennenzulernen. Jon Hardon Hansen, Vorsitzender des Südschleswigschen Vereins, sagte: "Man merkt, wir haben einen Minderheitenbeauftragten der Bundesrepublik Deutschland bekommen, der vertraut ist mit der Minderheitenmaterie, selber aus einer Minderheit kommt und sehr großes Verständnis zeigt. Er tritt wirklich auf wie ein Anwalt für Minderheiten." Bernd Fabritius ist selbst in Rumänien aufgewachsen, als Mitglied der deutschsprachigen Minderheit.

"Bildungsleistung steht an erster Stelle"
Thema war außerdem das mögliche Aus für vier Mini-Schulen des dänischen Schulvereins. Fabritius betonte, es gehe dabei nicht nur ums Geld. Er hätte seine Schule mit keiner Schule der Welt tauschen wollen. "Gleichwohl, wenn die Schule das, was sie mir geboten hat, aufgrund von Schrumpfung nicht mehr hätte bieten können, wäre ich in eine andere Schule gegangen, weil ich denke, dass die Bildungsleistung an erster Stelle steht".

Morgen trifft sich Fabritius in Kopenhagen mit der dänischen Kulturministerin. Unter anderem will er mit ihr beraten, welche Nation den Welterbe-Antrag bei der UNESCO stellen soll.

Quelle: Pressemitteilung des NDR mit einem Radiobeitrag des NDR

Weitere Pressemitteilungen zum Treffen: 
Kieler Nachrichten: Zusammenleben soll Weltkulturerbe werden
Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten: Vor­stel­lung als In­ter­es­sens­an­walt der Ver­bän­de

Fotos: SSF/Sydslesvigsk Pressetjeneste (Pressedienst) 

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