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Beratender Ausschuss Niederdeutsch tagte in Stapelfeld

14.09.2022

Am 12. September 2022 tagte der Beratende Ausschuss für Fragen der niederdeutschen Sprachgruppe in Niedersachsen. Die Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, MdB Natalie Pawlik hatte zu der Sitzung, die in hybrider Form stattfand, in die Katholische Akademie nach Stapelfeld eingeladen.

Unter der Leitung der Beauftragten erörterten Vertreter:innen des BMI, der acht Niederdeutschländer, des Bundesraat för Nedderdüütsch (BfN) sowie Abgeordnete des Deutschen Bundestages die niederdeutsche Sprachgruppe betreffende Fragen der Bundesinnenpolitik. Heinrich Siefer, Sprecher des BfN, und Christiane Ehlers, Leiterin des Niederdeutschsekretariats, gaben einen Überblick über die Entwicklungen seit der letzten Sitzung im April 2021. Sie luden zur Eröffnung der Wanderausstellung Was heißt hier Minderheit? am 21. September im Schleswig-Holsteinischen Landeshaus in Kiel sowie zur Finissage am 27. Oktober ein.

Das Thema Jugendarbeit hat die Bundesbeauftragte Natalie Pawlik als einen der Schwerpunkte ihrer Arbeit festgelegt. Nadine Koop und Kevin Behrens nahmen als Jugendvertreter:innen an der Sitzung teil und berichteten von dem Mangel an Niederdeutschangeboten für junge Erwachsene sowie von ihren Wünschen und Ideen attraktive Angebote zu schaffen. Ihren Bericht schlossen sie mit dem Appell „Wir haben ein Recht darauf Plattdeutsch zu lernen!“

Zu dem Schwerpunkt Niederdeutsch in den Medien stellte Jan Graf, Delegierter für Schleswig-Holstein im BfN, die Kampagne Funklock stoppen! vor, die einen plattdeutschen Hörfunksender fordert. Aus den Ländern gab es kaum neue Entwicklungen zu Niederdeutschangeboten in den Medien zu berichten.

Weiter ging es um die Berücksichtigung der Regional- und Minderheitensprachen bei den Planungen der Länder zum Umsetzung das Onlinezugangsgesetzes (OZG): Bis Ende 2022 müssen alle Verwaltungsleistungen auch digital angeboten werden. Bisher wird die Implementierung von Niederdeutsch als Sprachauswahl von keinem der Länder berücksichtigt, da zunächst das Hochdeutsche Priorität habe. Es wurde diskutiert, ob die Anfertigung einer zentralen niederdeutschen Übersetzung für alle Länder möglich wäre, die ggf. regional angepasst werden könnte.

Diskutiert wurde außerdem über die Initiative für eine bundesweite Einbeziehung der Wissensvermittlung zu den vier nationalen Minderheiten und der niederdeutschen Sprechergruppe in die Lehrpläne der allgemeinbildenen Schulen. Zur Begleitung der Kampagne planen die Minderheiten und die Sprechergruppe aktuell die Erstellung eines gemeinsmen Informationsfilmes sowie eines Weiterbildungsmoduls für Lehrkräfte.

(Quelle: Pressemitteilung Niederdeutschsekretariat & Bundesraat för Nedderdüütsch, 13.09.2022)

Titelbild: (Foto: Niederdeutschsekretariat & Bundesraat för Nedderdüütsch)

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