Aktuelles

Stimmen Sie ab: Das RomArchive wurde für den Grimme Online Award nominiert:

07.05.2020

Mit dem Grimme Online Award in der Kategorie „Wissen und Bildung" werden Vermittlungsangebote ausgezeichnet, die für die Allgemeinheit relevante Inhalte zur Verfügung stellen und der gesellschaftlichen Bildung, Beratung und Aufklärung dienen. Das RomArchive ist unter den Nominierten, da es die Künste und Kulturen der Roma und ihren Beitrag zur europäischen Kulturgeschichte endlich sichtbar macht. Mit dem Onlinearchiv wurde eine im Internet weltweit zugängliche, verlässliche Wissensquelle geschaffen, die Stereotypen und Vorurteilen mit Fakten begegnet. Das RomArchive ist seit Januar 2019 online und steht seit einem Jahr unter der Trägerschaft des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma.

Unter allen Nominierten können die Nutzer*innen bis zum 14. Juni zusätzlich über den Publikumspreis abstimmen, darunter auch für das RomArchive: Zur Abstimmung.

Zum Hintergrund:
Grimme Online Award: Seit dem Jahr 2001 werden vom Grimme-Institut jährlich
herausragende deutschsprachige Online-Angebote in vier Kategorien ausgezeichnet. Nominierungsvorschläge können von jedem eingereicht werden. Aus den Vorschlägen werden von einer unabhängigen Fachjury die Nominierten ausgewählt. Zusätzlich wird ein Publikumspreis verliehen, die
Abstimmung dazu findet online statt und ermöglicht allen Nutzer*innen die Teilnahme. Zur Website.

RomArchive: Das Digitale Archiv der Sinti und Roma, ist seit dem 24. Januar 2019 online und macht die Künste und Kulturen der Roma und ihren Beitrag zur europäischen Kulturgeschichte endlich sichtbar. Durch von Roma und Sinti selbst erzählte Geschichten schafft RomArchive eine im Internet international
zugängliche, verlässliche Wissensquelle, die Stereotypen und Vorurteilen mit Fakten begegnet. Inhaltlich haben 14 Kurator*innen die Darstellung bestimmt und exemplarisch künstlerische Beiträge für die Archivbereiche Bildende Kunst, Film, Literatur, Musik, Tanz, Theater und Drama und den interdisziplinären Bereich Flamenco ausgewählt, darüber hinaus Material zur Bilderpolitik, Selbstzeugnisse im Zusammenhang mit der Verfolgung der Sinti und Roma im Nationalsozialismus sowie wissenschaftliches Material zur Bürgerrechtsbewegung. Mit den verschiedenen Arbeitsgruppen sind etwa 150 Akteure aus 15 Ländern am Projekt beteiligt. Sie bilden ein weltweites Netzwerk von Kulturschaffenden, Wissenschaftler*innen und Aktivist*innen, die hauptsächlich zur Minderheit
gehören und RomArchive zum derzeit größten Kulturprojekt von, für und mit Sinti und Roma machen, in dem das Prinzip der „Romani Leadership" konsequent umgesetzt wird. Die auf ständigen Zuwachs angelegte Sammlung des Archivs spiegelt exemplarisch die enorme Bandbreite und Diversität von kulturellen Identitäten und nationalen Eigenheiten wider, anstatt ein realitätsfremdes Bild einer
homogenen „Roma-Kultur" zu vermitteln. Der Reichtum einer jahrhundertealten und bis in die Gegenwart überaus lebendigen und vielseitigen künstlerischen und kulturellen Produktion wird hier erstmals in diesem Umfang öffentlich sichtbar. Seit der Unterzeichnung des Übernahmevertrags am 27. März 2019 steht das RomArchive unter der Trägerschaft des Dokumentations- und Kulturzentrum
Deutscher Sinti und Roma. In den Jahren des Aufbaus bis zum Launch von RomArchive (2015–2019), stand das Projekt unter der Trägerschaft der sauerbrey | raabe gUG (haftungsbeschränkt) und wurde von der Kulturstiftung des Bundes mit 3,75 Millionen Euro unterstützt. Zur Website.

(Quelle: Pressemitteilung des Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma vom 6. April 2020)

Titelbild: Logo des RomArchive.

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