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Weibliche Form für sorbische Nachnamen in Aussicht

06.05.2022

Die Möglichkeit für sorbische Frauen in Deutschland, sich eine weibliche Version des Familiennamens in amtliche Dokumente eintragen lassen zu können, rückt nach Angaben der Bundesregierung näher. Eine Expertenkommission des Justiz- und des Innenministeriums hatte bereits 2020 empfohlen, das bisherige Namensrecht entsprechend anzupassen.

Es werde derzeit noch ein gemeinsamer Referentenentwurf erarbeitet, antwortete die Bundesregierung nun auf Anfrage des Bundestagsabgeordneten Stefan Seidler (SSW). „Ein detaillierter Zeitplan kann erst nach Abstimmung des Referentenentwurfs mit den anderen Ressorts und Auswertung der Stellungnahmen der Länder und Verbände vorgelegt werden“, heißt es darin. Seidler freut sich für die Sorben, will aber nun, dass auch die Friesen ihrer Tradition folgend lockerere Regeln im deutschen Namensrecht bekommen. „Leider habe ich trotz expliziter Nachfrage nach dem friesischen, patronymen Namensrecht hierzu keine klare Antwort bekommen. Die Bundesregierung erwähnt nur geschlechtsangepasste Nachnamen ausdrücklich, also gemäß sorbischer Tradition“, sagt Seidler.

(Quelle: Pressemitteilung Stefan Seidler, 06.05.2022)

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