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Domowina bereitet Fülle von Ausschreibungen vor

04.02.2021

Die erhöhte Förderung der Stiftung für das sorbische Volk – nach Jahrzehnten faktischer massiver Kürzung – ermöglicht jetzt Investitionen in sorbische Sprachräume und Bildungspolitik. So soll sich ein Referent* des sorbischen Dachverbandes Domowina für Bildungsfragen und Nachwuchsmanagement dem Schlüsselthema der Nachwuchsgewinnung auch für die sorbischen Institutionen widmen, die der Stiftungsrat bereits im April 2017 zu einem Förderschwerpunkt erklärt hatte. Auch die Leiter* der sorbischen Institutionen hatten auf ihrem Jahrestreffen 2020 bekräftigt, dass die Überwindung des Mangels an sorbischsprachigem Nachwuchs die gemeinsame Hauptherausforderung ist. Der neue Referent soll sein Büro in Hoyerswerda beziehen und sich von dort aus um die gesamte Lausitz kümmern.

„So viele neue sorbische Arbeitsangebote auf einmal im Bereich des Dachverbandes gab es seit der friedlichen Revolution nicht mehr“, freut sich Domowina-Geschäftsführer Marko Kowar, der zurzeit die Ausschreibungen vorbereitet, die mit dem Präsidium des Bundesvorstandes abgestimmt werden. Dazu gehört auch ein neuer Referent für Kommunales, Gremien und Ministerialangelegenheiten, der von Cottbus/Chóśebuz aus wirken wird. Aufgabe ist die Verbesserung der ständigen Verbindung zu den Verantwortlichen auf allen politischen Ebenen und damit des alltäglichen Austausches über sorbische/wendische** Belange. Neu zu besetzen ist ab 1. August auch die Stelle des Referenten für Angelegenheiten des Dachverbandes, da Werner Srocka in Ruhestand geht.

Kowar betont: „Unsere Aufgaben werden vielfältiger, zugleich schreitet die Professionalisierung ebenso wie die Regionalisierung voran. Wir wollen die Niederlausitz und die mittlere Lausitz stärker berücksichtigen.“ Ausgeschrieben wird auch die Stelle eines sogenannten Sprachmotivators für die Niederlausitz. Eine solche Aufgabe nimmt bereits erfolgreich Lucian Kaulfürst in Malschwitz/ Malešecy wahr, eine weitere Motivator-Stelle in der Oberlausitz soll jetzt besetzt werden. Die Motivatoren sind Botschafter des Sorbischen/Wendischen vor Ort und stehen Menschen tagtäglich zur Seite, die sich um die Wiederbelebung der Sprache dort bemühen, wo sie aus dem Alltag verschwunden ist."

Seit 1. Februar hat die Domowina eine neue Jugendbildungsreferentin: Die 33-jährige Virginia Hannusa kümmert sich von Bautzen/Budyšin aus um das Territorium der Kreise Görlitz/Zhorjelc und Bautzen/Budyšin, ihre Arbeit wird ermöglicht aus Mitteln der Jugendhilfe überwiegend von Land und Kommunen. Domowina-Geschäftsführer Marko Kowar: „Diese Einstellungsoffensive bietet gerade jungen Menschen in der Lausitz und denen, die sich eine Rückkehr in die alte Heimat vorstellen können, die große Chance, gute Arbeit im Dienste des sprachlich-kulturellen Alleinstellungsmerkmals der Region zu finden. Zugleich werden sie die ehrenamtlich Engagierten unterstützen, die fürs Sorbische/Wendische aktiv sind.“

(Quelle: Pressemitteilung Domowina, 04.02.2021)

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