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Beratender Ausschuss für Fragen des sorbischen Volkes

05.07.2021

Unter der Leitung des Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Prof. Dr. Bernd Fabritius, MdB, ist der beim Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) angesiedelte Beratende Ausschuss für Fragen des sorbischen Volkes zum letzten Mal in dieser Legislaturperiode digital zusammengekommen.

Beteiligt an den Beratungen waren als Vertreter der Domowina – Bund Lausitzer Sorben e.V., des Dachverbandes des sorbischen Volkes, deren Geschäftsführer Marko Kowar, der stellvertretende Vorsitzende Marko Hančik und als Vertreter der Niederlausitz im Bundesvorstand William Janhoefer. Die Stiftung für das sorbische Volk war durch deren Direktor Jan Budar sowie die Stiftungsratsvorsitzende Susann Schenk vertreten. Von der Domowina benannte Jugendliche bzw. junge Erwachsene waren Katja Rehor sowie Maximilian Gruber. Die Mitglieder des Deutschen Bundestags Torsten Herbst (FDP) und Caren Lay (Die Linke) nahmen ebenfalls an den Beratungen teil, des Weiteren auch Vertreter des BMI sowie des Landes Brandenburg und des Freistaats Sachsen. Gäste des Ausschusses waren der Leiter des Minderheitensekretariats der vier autochthonen nationalen Minderheiten und Volksgruppen, Gösta Nissen sowie die Mitarbeiterin des Sekretariats Madlena Di Sarno.

Auf der Tagesordnung des Ausschusses standen u.a. die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Minderheitenarbeit, die Folgen des Strukturwandels in der Lausitz und die Jugendarbeit. Fabritius würdigte besonders die Teilnahme der Jugendvertreter an der Sitzung: "Die Förderung der Jugendarbeit gehört zu den Schwerpunkten meiner Amtszeit, weil nur eine starke Stimme der Jugend die Minderheitenarbeit für die Zukunft gewährleistet. Ich setze mich daher dafür ein, den Bericht zur Situation und Entwicklung der Jugendarbeit zum festen Bestandteil der jährlichen Ausschusssitzungen zu machen." Die jugendlichen Teilnehmer trugen u.a. zu Fragen der Sichtbarkeit des Sorbischen in der Öffentlichkeit und des Umgangs mit z.T. zu beobachteten antisorbischen Tendenzen in der Mehrheitsgesellschaft vor.

Die Ausschussmitglieder zeigten sich sehr erfreut über den vereinbarten Termin zur Unterzeichnung des Vierten Finanzierungsabkommens zugunsten der Stiftung für das sorbische Volk, das zwischen dem Bund und den Ländern Brandenburg und Sachsen erfolgreich verhandelt wurde.

Im Rückblick auf die Arbeit des Beratenden Ausschusses in der 19. Legislaturperiode würdigten die Teilnehmer die große institutionelle Bedeutung des Beratenden Ausschusses für eine kontinuierliche und nachhaltige Minderheitenarbeit. Fabritius hob insbesondere die Erfolge der gemeinsamen Beratungen hervor und nannte beispielhaft das kurz vor Abschluss stehende Vierte Finanzierungsabkommen, die Reformvorschläge zum Namensrecht und das Forschungsvorhaben zur Frage nach der Aufnahme zweisprachiger Ortsbezeichnungen in die Wegweisung auf Autobahnen.

Das sorbische Volk lebt seit etwa 1.500 Jahren in seinem angestammten Siedlungsgebiet, das sich im heutigen Land Brandenburg (Sorben/Wenden) und im Freistaat Sachsen befindet. Erhalt und Förderung der sorbischen Kultur erfolgt durch die Stiftung für das sorbische Volk, die je zur Hälfte vom Bund und den beiden Bundesländern getragen wird.

(Pressemitteilung des Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten)

Titelbild: Quelle: BMI

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