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Antrag „Mehrsprachigkeit und Sprachenvielfalt in Brandenburg ausbauen“ im Landtag Brandenburg verabschiedet

09.07.2015 Am Mittwoch, den 8.7.2015, wurde zur 14. Sitzung des Brandenburger Landtages in Potsdam der Antrag 6/1902 der Brandenburger SPD-Fraktion und der Fraktion DIE LINKE „Mehrsprachigkeit und Sprachenvielfalt in Brandenburg ausbauen“ verhandelt und im Plenum einstimmig verabschiedet. Alle 5 Landtagsfraktionen (Die Linke, SPD, CDU, Bündnis 90/Die Grünen und AfD) haben somit ihre Unterstützung für den Erhalt und Förderung der Mehrsprachigkeit und Sprachenvielfalt hinsichtlich der Förderung der Regional- und Minderheitensprachen in Brandenburg bekundet. Auf Initiative der Fraktion Die Linke entstand dieser Antrag, der an das Grundsatzpapier „Charta-Sprachen in Deutschland – Gemeinsame Verantwortung“ des Minderheitenrates der vier autochthonen nationalen Minderheiten und Volksgruppen in Deutschland und des Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten anknüpft. Der Landtag bekräftigt mit diesem Antrag die Verantwortung des Landes für den Erhalt und die Revitalisierung der niedersorbischen Sprache. Er begrüßt weiterhin die Grundsätze sowie die Ziele des Grundsatzpapiers „Charta-Sprachen in Deutschland – Gemeinsame Verantwortung“, welches am 26. November 2014 zur Konferenz in Berlin unter Teilnahme von Vertreterinnen und Vertretern der in Deutschland gesprochenen Regional- und Minderheitensprachen, von Abgeordneten des Deutschen Bundestages, den Landesparlamenten sowie Vertreterinnen und Vertretern der Bundes- und Landesregierungen der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Der Landtag  Brandenburg beauftragt dabei die Landesregierung noch in der laufenden 6. Wahlperiode einen Maßnahmenplan zur Stärkung der niedersorbischen Sprache und ihres Gebrauchs im Sinne des Sorben/Wenden-Gesetzes zu erarbeiten sowie mit Verbänden und Vereinen, die sich der Verbreitung, Pflege und Revitalisierung der für das Territorium des Landes Brandenburg anerkannten Regional- und Minderheitensprachen zu widmen, konzeptionelle Eckpunkte zur weiteren Arbeit im Sinne des Grundsatzpapiers „Charta-Sprachen in Deutschland – Gemeinsame Verantwortung“ zu entwickeln. In der Begründung heißt es weiterhin, dass Brandenburg seinen Beitrag zur im Grundsatzpapier formulierten Zielsetzung – gemeinsam durch Bund, Länder, Minderheiten und Niederdeutsch-Sprecher eine sprachenpolitische Ausrichtung der Charta-Sprachen in Deutschland zu entwickeln – leisten soll.  Die beiden Koalitionsfraktionen in Brandenburg betrachten diesen Antrag als Unterstützung für die Vorhaben des Rates für Angelegenheiten der Sorben/Wenden zur Stärkung der niedersorbischen Sprache sowie der Bemühungen des neu gegründeten Vereins für Niederdeutsch in Brandenburg zur Stärkung der Regionalsprache Niederdeutsch. „Wir sind dankbar und freuen uns sehr darüber, dass Brandenburg als erstes Bundesland sich dem Grundsatzpapier des Minderheitenrates angenommen hat, und sich der Mehrsprachigkeit und Sprachenvielfalt aus Landesebene widmet. Wir hoffen, dass nun am Beispiel Brandenburgs weitere Bundesländer folgen, so dass wir in naher Zukunft auch eine Bundesratsdebatte zu diesem Thema führen können“, so die Leiterin des Minderheitensekretariats Judith Walde nach der Sitzung in Potsdam. Weitere Informationen: Zur Konferenz "Charta-Sprachen in Deutschland – Ein Thema für alle!" am 26.11.2014 Drucksache 6/1902: www.parldok.brandenburg.de/parladoku/w6/drs/ab_1900/1902.pdf Alle Redebeiträge der Landtagsdebatte zur Mehrsprachigkeit (RBB)
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