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Statnik: Domowina will selbstkritischen Umgang mit regionalem Corona-Infektionsgeschehen – im Frühjahr gewonnenes Wissen nutzen

04.11.2020

Zur aktuellen Lage der Corona-Pandemie auch in der Lausitz erklärt der Vorsitzende der Domowina, Bund Lausitzer Sorben, Dawid Statnik:

„Es mag über die aktuellen politischen Bestimmungen wegen Corona verschiedene Meinungen geben, die Fakten aber sind eindeutig: Wir haben unter uns von Tag zu Tag mehr unmittelbar von Corona Betroffene, Infizierte und in Quarantäne Befindliche, sogar mehr als an der Schwelle zum Lockdown im Frühjahr. Deshalb müssen wir mit Blick auf unsere Dörfer ebenso wie die verantwortlichen Politiker unter Berücksichtigung des ganzen Landes feststellen: So geht es nicht weiter – wenn wir nicht wollen, dass bald die Ärzte abwägen müssen, welchen todkranken Patienten sie nicht mehr helfen können, weil die Kapazität der Krankenhäuser erschöpft ist.

Die Pandemie stellt uns allen die Frage: Sind wir noch ein gesellschaftliches Ganzes, oder sind wir zersplittert in immer kleinere vereinzelte Zielgruppen, für die die Nichtbefriedigung individueller Bedürfnisse die größte Katastrophe ist. In Anbetracht der exponentiell gestiegenen Ansteckungszahlen in den vergangenen Wochen müssen wir uns selbstkritisch fragen, ob unsere Formen der Begegnung unter diesen Umständen Menschen und der Gesellschaft Schaden zugefügt haben.

Als Domowina haben wir zu prüfen, welche konkreten Schlussfolgerungen wir aus der aktuellen Lage ziehen. Der Teil-Lockdown möge uns Gelegenheit zum vertieften Nachdenken geben, wie wir mit der Herausforderung der Pandemie weiter umgehen. Denn Fakt ist: Unsere bisherigen Strategien reichen nicht aus, und diese Pandemie wird uns länger begleiten, als uns lieb ist. Im ersten Lockdown haben wir viel neues Wissen gewonnen, mit digitalen Mitteln und in kleineren Kreisen als sorbisches Volk wirksam zu sein. Das kann uns jetzt hilfreich sein.”

(Quelle: Pressemitteilung der Domowina vom 4. November 2020)

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