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Digitales Archiv der Sinti und Roma veröffentlicht

21.01.2019 - RomArchive, das digitale Archiv der Sinti und Roma, macht ab Januar 2019 Künste und Kulturen der Sinti und Roma sichtbar und ihren Beitrag zur europäischen Kulturgeschichte deutlich — online zugänglich in drei Sprachen (Deutsch, Englisch, Romanes) unter www.romarchive.eu. Endlich bietet eine von Roma und Sinti selbst erzählte Gegengeschichte eine verlässliche Wissensquelle, die Stereotypen und Vorurteilen mit Fakten begegnet.

Anlässlich der Veröffentlichung des Digitalen Archivs zeigt das internationale Festival Performing RomArchive in Berlin vom 24. bis 27. Januar 2019 ganz analog den Reichtum und die Vielseitigkeit der Kultur- und Kunstproduktion von Sinti und Roma, möchte überraschen, begeistern und zu Diskussionen anregen.

Das ausführliche Festivalprogramm finden Sie hier.
https://blog.romarchive.eu/?page_id=9854

Zum Projekt RomArchive
RomArchive ist als internationales digitales Archiv für die Künste und Kulturen der Sinti und Roma konzipiert – als stetig wachsende Sammlung von Kunst aller Gattungen, erweitert um historische Dokumente und wissenschaftliche Texte.

Anders als in „hegemonialen“ Archiven, in denen Roma und Sinti meist ausschließlich stereotyp dargestellt werden, steht bei RomArchive ihre Selbstrepräsentation im Mittelpunkt: Es entstehen Erzählungen, die gerade auch die Heterogenität ihrer unterschiedlichen nationalen und kulturellen Identitäten widerspiegeln. Der Reichtum einer jahrhundertealten und bis in die Gegenwart überaus lebendigen wie vielseitigen künstlerischen und kulturellen Produktion, die eng mit der europäischen verwoben ist, wird öffentlich sichtbar und zugänglich. Auf diese Weise will das Projekt auch den hartnäckig bestehenden Vorurteilen und Fremdbildern entgegentreten. Somit richtet sich RomArchive nicht nur an Europas größte Minderheit, sondern auch an Europas Mehrheitsgesellschaften.

Roma und Sinti gestalten das Archiv in allen entscheidenden Positionen: als Kurator_innen, als Künstler_innen, als Wissenschaftler_innen sowie im projektbegleitenden Beirat. Inhaltlich definieren die Kurator_innen das Archiv und wählen exemplarisch künstlerische Beiträge für die Archivbereiche Bildende Kunst, Film, Literatur, Musik, Tanz, Theater und Drama und den interdisziplinären Bereich Flamenco aus, darüber hinaus Material zur Bilderpolitik, Selbstzeugnisse im Zusammenhang mit der Verfolgung der Sinti und Roma im Nationalsozialismus sowie wissenschaftliches Material zur Bürgerrechtsbewegung. Die am Projekt Beteiligten – mit den verschiedenen Arbeitsgruppen etwa 150 Akteure aus 15 Ländern europaweit und darüber hinaus – bilden ein weltweites Netzwerk von Kulturschaffenden, Wissenschaftler_innen und, Aktivist_innen, die hauptsächlich zur Minderheit zählen.

Eine intelligente Kontextualisierung liefert Hintergrundinformationen, hilft dem Verständnis komplexer Zusammenhänge und gewährleistet so eine differenzierte Lesart der gezeigten Werke. Eine magazinhaft und sinnlich aufbereitete Archiv-Website, die über Bilder und Geschichten stets einen lebendigen Einstieg schafft, regt zur tiefgehenden Auseinandersetzung mit den angebotenen Themen an.

Idee
Die Idee für RomArchive basiert auf einer intensiven Recherche und zahlreichen Interviews, die die Projektinitiatorinnen Franziska Sauerbrey und Isabel Raabe mit Künstler_innen, Kurator_innen, Aktivist_innen und Wissenschaftler_innen der Sinti und Roma europaweit geführt haben.

In diesen wurde deutlich der Bedarf formuliert, einen international zugänglichen Ort zu schaffen, der die Kulturen und Geschichten von Roma und Sinti sichtbar macht, um auf diese Weise den beständigen Fremdbeschreibungen und Stereotypen mit einer von Sinti und Roma selbst erzählten Gegengeschichte zu begegnen.

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