Aktuelles

Sitzung des Beratenden Ausschusses für Fragen der friesischen Volksgruppe

30.04.2021

Unter der Leitung des Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Prof. Dr. Bernd Fabritius, MdB, ist der Beratende Ausschuss für Fragen der friesischen Volksgruppe in Deutschland in digitaler Form zu seiner jährlichen Sitzung zusammengekommen.

Die Selbstorganisationen der friesischen Volksgruppe waren vertreten durch die Vorsitzende des Frasche Rädj - Friesenrat Sektion Nord, Ilse Johanna Christiansen, die auch den Interfriesischen Rat e.V. und die Friisk Foriining in dieser Sitzung repräsentierte, die erste Vorsitzende des Nordfriesischen Vereins, Gudrun Fuchs, Karl-Peter Schramm als Vertreter des Seelter Buund, den Vorsitzenden des Friesenrats Sektion Ost e.V., Arno Ulrichs, und den Direktor des Nordfriisk Insituut, Dr. Christoph G. Schmidt. Als Vertreterin der nordfriesischen Jugend nahm Nomke Johannsen, als Vertreterin der saterfriesischen Jugend Malin Knelangen und als Vertreter der ostfriesischen Jugend Onno Feldmann an der Sitzung des Ausschusses teil. Als Vertreter der Bundesländer waren der Beauftragte des Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein in Angelegenheiten nationaler Minderheiten und Volksgruppen, Grenzlandarbeit und Niederdeutsch, Johannes Callsen, MdL, sowie Stephan Zelesny als Vertreter der niedersächsischen Landesregierung zugeschaltet. Das Minderheitensekretariat der vier autochthonen nationalen Minderheiten und Volksgruppen Deutschlands nahm ebenfalls an den Beratungen teil. Als Ressorts der Bundesregierung waren das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat sowie die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien vertreten. Als Gäste nahmen die Abgeordneten des Deutschen Bundestages Gitta Connemann. Astrid Damerow (beide CDU), Sönke Rix (SPD), Kathrin Vogler (Die Linke) sowie Filiz Polat (Bündnis90/Die Grünen) an der Sitzung teil.

Die Vertreter der teilnehmenden Vereinigungen berichteten über Situation und Entwicklung der friesischen Volksgruppe und das Vereinsleben, gerade auch unter den einschränkenden Bedingungen der COVID-19-Pandemie im Berichtszeitraum. Trotz bestehender Herausforderungen konnten viele Projekte durch innovative Konzepte und digitale Hilfsmittel erfolgreich zum Abschluss gebracht werden.

Die Jugendvertreter der Friesen berichteten von der Jugendarbeit in den unterschiedlichen Bereichen. Die Teilnehmer begrüßten das hohe Engagement der Jugend und würdigten das hohe Interesse junger Menschen an friesischen Sprachen und Kultur. Als zukunftsweisend wurde das Engagement zu Erhalt und Ausbau der friesischen Sprachen unter Schaffung und Nutzung digitaler Anwendungen bewertet, welche zu einer besseren Vernetzung beitragen und die verschiedenen friesischen Sprachen einem breiteren Publikum zugänglich machen.

Weiteres Thema der Beratungen war der Stand der Europäischen Bürgerinitiative Minority SafePack (MSPI). Die Mitwirkenden des Ausschusses waren sich einig, dass zur Umsetzung der unterstützenswerten Inhalte des MSPI weitere Anstrengungen erforderlich sind. Beauftragter Fabritius berichtete von einem jüngst mit der Botschafterin des Königreichs Dänemarks, Frau Susanne Hyldelund, geführten Gespräch, welches eine mögliche gemeinsame deutsch-dänische Initiative konstruktiv ausloten sollte. Gleichzeitig verwies der Beauftragte auf die Initiativmöglichkeit des Europäischen Parlamentes und eine kurzfristig stattfindende Erörterung mit den Fraktionen des Deutschen Bundestages.
Zu Ende dieser letzten Ausschusssitzung in der laufenden Legislaturperiode bedankte sich Beauftragter Fabritius bei allen Ausschussmitgliedern, Gästen und Mitwirkenden für die langjährige, konstruktive Zusammenarbeit in freundschaftlicher Atmosphäre.

Die friesische Volksgruppe in Deutschland lebt im Nordwesten Schleswig-Holsteins (Nordfriesen) und im nordwestlichen Niedersachsen (Ostfriesen) sowie in der Gemeinde Saterland/Seelterlound im Landkreis Cloppenburg (Saterfriesen). Das Nordfriesische und das Saterfriesische sind zwei eigenständige Minderheitensprachen in Deutschland.

(Quelle: Pressemitteilung des Bundesbeauftragen für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten vom 29.04.2021)
 
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