Wat jüst anliggt

Domowina verurteilt erneute Angriffe auf sorbische Jugendliche – das Muster der Taten seit Jahren gleich

12.02.2020

Zur heutigen Medien-Berichterstattung über antisorbische Attacken auf Jugendliche in Schönau (Ralbitz-Rosenthal) erklärt Dawid Statnik, Vorsitzender der Domowina und des Minderheitenrates der vier autochthonen nationalen Minderheiten und Volksgruppen Deutschlands:
„Das Muster und die Orte sind immer die gleichen, ob 2014, 2018 und 2020 oder zu anderen Zeiten: Es gibt offenbar einen harten Kern antisorbisch eingestellter Jugendlicher, die auch vor Gewalt nicht zurückschrecken, um ihren Hass in krimineller Weise zum Ausdruck zu bringen. Die Domowina verurteilt diese Taten aufs Schärfste und erwartet konsequente Strafverfolgung. Wir haben in den letzten Jahren feststellen können, dass die Polizei zunehmend sensibler mit dieser Problematik umgeht“, so Statnik. Die Domowina wird weiterhin betroffenen Jugendlichen mit Rat und Tat zur Seite stehen und die Zusammenarbeit mit der Polizei fortsetzen.

Laut Statnik gehen „die Täter aber offenkundig oft genug fälschlicherweise davon aus, dass sie im Einvernehmen mit vielen anderen handeln. Deshalb müssen solche Taten als Störung des Zusammenlebens in der Region unmissverständlich und nachdrücklich in der Öffentlichkeit geächtet werden. Zudem hoffen wir auf Gerichtsurteile, die ihre abschreckende Wirkung nicht verfehlen."

Hintergrund ist ein Vorfall, der sich am vorigen Wochenende ereignete:

Am frühen Sonnabendmorgen, dem 8. Februar 2020, um 2.05 Uhr wurde die Polizei nach Šunow/Schönau in der Oberlausitz gerufen. Nach Polizeiinformationen alarmierte ein Beteiligter die Beamten.

„Ausgangsmeldung war eine Auseinandersetzung zwischen einer Gruppe von Personen, die aus dem rechten Spektrum stammen sollten, und sorbischen Jugendlichen“, erklärte Katharina Koch, Pressesprecherin der Polizeidirektion. Polizisten rückten an. Außerdem wurde ein Einsatzzug der Polizeidirektion Görlitz zur Unterstützung angefordert. Bei Eintreffen der Beamten habe es keine Auseinandersetzungen mehr gegeben. Die Polizei nahm daraufhin vor Ort die Ermittlungen auf. Dazu befragten die Ordnungshüter mehrere Beteiligte, stellten ihre Identitäten fest und sicherten Spuren. Danach ergibt sich folgendes Bild: „Auf dem Parkplatz vor der Lokalität kam es zu verbalen sowie körperlichen Auseinandersetzungen zwischen mehreren Personen“, so Katharina Koch.

Quelle: Pressemitteilung der Domowina; Artikel der Sächsichen Zeitung am 12.2.2020: Staatsschutz ermittelt nach Auseinandersetzung

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