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Foole tunk tu Halilönj! Interfriesisches Treffen mit über 200 Teilnehmer*innen auf Helgoland bei Traumwetter

25.05.2022

Vom 20. bis 22. Mai 2022 fand das Interfriesische Treffen auf Helgoland/Deät Lun statt. Diese Zusammenkunft von Ost-, West- und Nordfriesen findet seit 1962 alle drei Jahre auf Deutschlands einziger Hochseeinsel statt und wird abwechselnd aus den drei Frieslanden organisiert. In diesem Jahr zeigte sich der Frasche Rädj / Friesenrat Sektion Nord (Vorsitz im Interfriesischen Rat bis 2024) verantwortlich für das Programm. 

Bei Traumwetter erwarteten die rund 200 Teilnehmer*innen viel Musik, Talkrunden mit Politiker*innen, Aktuelles aus der Friesenforschung, ein Quiz mit Fragen zu friesischen Themen, das Einstudieren von Trachtentänzen, Börteboot-Ausflüge, einen friesischer Gottesdienst, zwei Filmabende sowie ein großer Umzug mit allen Beteiligten und Tänze auf dem Rathausplatz zum Abschluss. 

»Es hat alles geklappt!«, freuten sich Friesenrats-Vorsitzende Ilse Johanna Christiansen und Geschäftsführer Frank Nickelsen. Bei Sonnenschein konnten insbesondere die Outdoor- Veranstaltungen wie Livemusik von Baldrs Draumar und Frisia non Cantat sowie der Trachtenumzug und die Tänze reibungslos durchgeführt werden. Aber auch der Wissenschafts-Slam, die Abendveranstaltungen sowie die beiden friesischen Filme "Krug an der Wiedau" (Nordfriesland) und "Stjer" (Westfriesland)  wurden mit viel Applaus bedacht.

Auch politisch konnten die Friesen punkten: Im Rahmen einer Podiumsdiskussion überbrachten die Bundestagsabgeordneten Stefan Seidler (SSW) und Denise Loop (Bündnis 90/Die Grünen) die frohe Botschaft aus Berlin, dass die Bundeszuschüsse für die friesische Kultur- und Spracharbeit für dieses Jahr um insgesamt 100.000 Euro erhöht werden. Neben den beiden MdB nahmen in der Podiumsdiskussion auch Helgolands Bürgermeister Jörg Singer, Arno Ulrichs, Bürgermeister der Gemeinde Ihlow und  Vorsitzender des Friesenrates Ost, Saterfriesischbeauftragter Henk Wolf, Stefan Gaidies (Partei Die Friesen) sowie Ilse-Johanna Christiansen, Vorsitzende des Friesenrates Nord, zu interfriesischen Themen Stellung. Im Mittelpunkt standen dabei regionale Energie- und Strukturpolitik, die interfriesische Zusammenarbeit sowie die prekäre Situation der friesischen Sprache. Weitgehend einig waren sich die Diskutanten, dass die friesische Sprach- und Kulturarbeit in Deutschland nachthaltiger gefördert und verstetigt werden muss. In Nordfriesland stünden viele seitens der Landesregierung in Kiel zugesagten Maßnahmen des "Handlungsplans Sprachenpolitik" für den Friesischunterricht weiterhin aus, mahnte Christiansen an. Zudem erschwerten die meist rein ehrenamtlichen Strukturen eine angemessene Spracharbeit und Interessenvertretung.

Mit dem traditionellen Einholen der Flaggen der drei Frieslande ging am Sonntag das Helogländer "Friesendroapen" zu Ende. Den coronabedingt erschwerten Vorbereitungen zum Trotz wurden alle Beteiligten mit einem tollen Wochenende belohnt und kehrten mit vielen Erlebnissen und neuen Ideen wieder in ihre Heimat zurück.  

«Wir sind der Gemeinde Helgoland und besonders Bürgermeister Jörg Singer sehr dankbar für die perfekte Organisation«, bedankte sich die Vorsitzende des Interfriesischen Rates Ilse Johanna Christiansen für die Gastfreundschaft der Helgoländer.

(Quelle: Pressemitteilung des Friesenrats Nord)

Foto baven: Die Vorsitzende des Interfriesischen Rates Ilse-Johanna Christiansen (2. v. rechts) dankte Insel-Bürgermeister Jörg Singer (Mitte) und den Helgoländern für ihre Gastfreundschaft.

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