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Mein Praktikum im Minderheitensekretariat

13.06.2019 - Ich bin Schüler des Lessing-Gymnasiums in Berlin und habe mich hier beim Minderheitensekretariat für ein zweiwöchiges Praktikum am Ende der 9. Klasse beworben, das ich vom 03.06.19 bis zum 14.06.19 absolvierte. Da ich durch meine Familie direkten Zugang zu der sorbischen Sprache und Kultur habe, wollte ich in dem Schülerpraktikum möglichst einen Beruf kennenlernen, in dem ich dieses Wissen auch bis zu einem gewissen Grad anwenden kann. Daraufhin habe ich erfahren, dass das Minderheitensekretariat in Berlin Praktika anbietet, was mir als sehr interessante Möglichkeit schien, dieses Ziel umzusetzen.

Während der zwei Wochen konnte ich vielfältige Einblicke in die Arbeit des Minderheitensekretariates erlangen. Die ersten drei Tage des Praktikums dienten vor allem der Vorbereitung auf ein parlamentarisches Frühstück, das am 7. Juni stattfinden sollte. Hierbei sammelte ich Informationen über die teilnehmenden Mitglieder des Bundestages und erstellte eine Übersicht, außerdem kreierte ich Namenskärtchen für alle TeilnehmerInnen. Am Dienstag lag der Schwerpunkt zudem auf einer Veranstaltung des Museums Europäischer Kulturen zum Thema Blaudruck. Außerdem konnte ich einem Treffen mit dem innenpolitischen Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Mathias Middelberg am Mittwoch, bei dem u.a. über die Aufnahme der autochthonen Minderheiten in das Grundgesetz gesprochen wurde, beiwohnen. Donnerstagabend fand dann eine Sitzung des Minderheitenrates statt, bei der ausführlich über alle Belange der Minderheiten berichtet und diskutiert wurde. Dies reichte von Ungenauigkeiten der Bundeszentrale für politische Bildung, über die Vorbereitung auf den Tag der offenen Tür des BMI, bis zu einer baldigen Wanderausstellung. Insbesondere jedoch lag der Fokus auf den Themen Nationale Minderheiten und regionale Entwicklung, Minderheitenrechte in der EU und Verankerung der nationalen Minderheiten in den Lehrplänen aller Bundesländer, die am darauffolgenden Freitag bei dem parlamentarischen Frühstück sowie bei einem Treffen mit  dem Bundesratspräsidenten Daniel Günther auf der Agenda standen. Nach diesen Veranstaltungen hatte ich sogar noch die Möglichkeit kurz einer Sitzung des Bundesrates beizuwohnen. Alles in allem war es meiner Meinung nach eine sehr ereignisreiche und auch lehrreiche Woche.

Was die Zusammenarbeit mit den anderen Mitarbeiterinnen betrifft, kann ich nur Gutes berichten. Zunächst einmal ist das Arbeitsklima sehr gut, zwischen allen Mitarbeiterinnen herrscht ein freundschaftliches Verhältnis und auch als Praktikant wird man stets freundlich und zuvorkommend behandelt. Außerdem wurde ich von Judith Scholze und Madlena Kowar, die als eine Art Mentorinnen fungierten, gut eingebunden, soweit es in der Kürze der Zeit möglich war, und mir wurden abwechslungsreiche Aufgaben zugewiesen. Auch die Arbeitszeiten sind moderat gestaltet, jedoch muss man eine gewisse Flexibilität mitbringen, da die Veranstaltungen selten in der normalen Bürozeit liegen.

Abschließend kann ich noch einmal meine Empfehlung für das Minderheitensekretariat als Schülerpraktikumsplatz aussprechen, die aber natürlich auch sehr von dem aktuellen Programm abhängt. Jedem, der ein abwechslungsreiches Praktikum (ohne Kaffeekochen und Kopieren) sucht, kann ich nur raten hier ein Bewerbungsgespräch zu führen.

Kito Pawlik, 14. Juni 2019

hoodbil: Kito Pawlik mit den Mitarbeiterinnen des Minderheitensekretariats im Garten des Jakob-Kaiser Hauses

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