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Stipendiaten des Deutschen Bundestages aus den arabischen Ländern zeigen großes Interesse an der Minderheitenpolitik Deutschlands

11.09.2015 Am Donnerstag, 11.9.2015, stellte die Leiterin des Minderheitensekretariats Judith Walde 23 Stipendiaten aus den arabischen Ländern, die zurzeit ein internationales Parlaments-Stipendium im Programm Arabische Staaten (IPS) absolvieren, die vier autochthonen, nationalen Minderheiten und Volksgruppen Deutschlands vor. Im Rahmen des Seminars „Plurale Gesellschaft: Nationale, ethnische und religiöse Minderheiten in Deutschland“ lernten die Anwesenden die Herausforderungen der nationalen Minderheiten wie auch die Arbeit des Minderheitenrates und dessen Sekretariats kennen. Viele Fragen zur politischen, rechtlichen und kulturellen Situation von Minderheiten in Deutschland, wie auch Fragen zum unterschiedlichen Status von Minderheiten und zum Einfluss auf deren Situation in Deutschland sollten beantwortet werden, so dass die Zeit kaum ausreichte. Die 23 Stipendiatinnen und Stipendiaten kamen aus Ägypten, Tunesien, Marokko, Algerien, Jordanien, Palästinensischen Gebieten und dem Oman. Alle Stipendiatinnen und Stipendiaten zeichnet ein politisches oder zivilgesellschaftliches Engagement aus. Viele von ihnen arbeiten in Wohltätigkeitsorganisationen, Bildungszentren, engagieren sich in NGOs oder sind Mitglied einer Partei. Vorbereitet wurde dieses Seminar von planpolitik GbR in Zusammenarbeit mit dem Referat WI4 – Internationale Austauschprogramme des Deutschen Bundestages. Da der Hintergrund der StipendiatInnen so unterschiedlich ist, war es ein besonderes Anliegen, die Erfahrungen der Bundesrepublik mit Minderheits- und Machtfragen, rechtlichen Regelungen, Förderungen usw. darzustellen, weil man davon ausgehen kann, dass in den Herkunftsländern andere und meist schwächere Mechanismen zum Minderheitenschutz bestehen. „Mir hat es große Freude bereitet, so engagierte und wissbegierige junge Menschen zu erleben, die Erfahrungen in anderen Ländern sammeln wollen, um sich weiterzubilden und um diese in ihre alltägliche Arbeit einfließen zu lassen. Aber auch für uns ist es ein Mehrwert, denn auch wir lernen aus den Fragestellungen, die wir uns vielleicht selbst so nicht stellen würden. Dafür bin ich sehr dankbar!“ so Judith Walde nach der Veranstaltung. Hintergrund: Der Deutsche Bundestag vergibt jährlich an politisch interessierte, junge, deutschsprachige, arabische Hochschulabsolventinnen und -absolventen aus Ländern des Mashrek, des Maghreb und der Golfstaaten für vier Wochen ein Internationales Parlaments-Stipendium - Programm Arabische Staaten (IPS). Das IPS richtet sich an Nachwuchskräfte, die sich in ihren Heimatländern aktiv für demokratische Grundwerte engagieren wollen. Der Deutsche Bundestag bietet die Gelegenheit, in einem vierwöchigen Kompaktprogramm das deutsche parlamentarische System und politische Entscheidungsprozesse im Deutschen Bundestag kennen zu lernen. Weitere Informationen: Internationale Austauschprogramme des Deutschen Bundestages planpolitik GbR
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