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Flüchtlingswelle erfordert konsequente Friedensbemühungen

21.09.2015 Die Föderalistische Union Europäischer Volksgruppen (FUEN) und die Jugend Europäischer Volksgruppen (JEV) zeigen sich solidarisch mit den Flüchtlingen, die zurzeit in die Europäische Union strömen. Die heutige Flüchtlingswelle ist eine gesamtgesellschaftliche europäische Aufgabe und erfordert die solidarische Hilfe aller Länder. Sie stellt die Ländergemeinschaft vor völlig neue Herausforderungen sowohl materiell als auch ideell. „Ein starker humanitärer Einsatz ist Menschenpflicht,“ erklärt das Präsidium der FUEN übereinstimmend, „und ein Engagement vor Ort ist primäres Gebot, um die Menschenwürde zu wahren.“ Die Mitglieder des Präsidiums sowie das Büro der FUEN Hans Heinrich Hansen, Martha Stocker, Dieter Küssner, Bernhard Ziesch, Halit Habipoglu, Lorant Vincze, Olga Martens, Susann Schenk, Eva Penzes, Frank de Boer und Matic Germovšek Ž., Präsident der Jugend Europäischer Volksgruppen (JEV), stammen aus Deutschland, Dänemark, Südtirol, Österreich, Slowenien, Ungarn, Rumänien, den Niederlanden und Griechenland. Die FUEN ist mit über 90 Mitgliedsorganisationen in ganz Europa die größte Dachorganisation für autochthone nationale Minderheiten. „Die Solidarität unserer Mitgliedsorganisationen ist beeindruckend und wir rufen Euch auf dies fortzuführen“, so das Präsidium der FUEN und der JEV übereinstimmend. „Es ist außerordentlich, was an Hilfe vor Ort geleistet wird. Wir unterstützen das Engagement unserer Mitgliedsorganisationen dort, wo sie leben, und wir rufen die Europäischen Staaten auf, auch vor Ort zu helfen, wo es möglich ist.“  Die FUEN sieht es bei allen humanitären Anstrengungen als ebenso wichtig an, dass Europa gemeinsam mit Russland, den Vereinigten Staaten, den Golfstaaten, der Türkei und weiteren Ländern, auf politischer Ebene tragfähige Friedenslösungen auf den Weg bringt. Lösungen, die es ermöglichen in der Heimat der Flüchtlinge unter friedlichen und geordneten sozialen und wirtschaftlichen Verhältnissen ein menschenwürdiges Leben zu gestalten. Wir fordern von der europäischen Politik entscheidende Maßnahmen, um Friedenslösungen zu Stande zu bringen und zu sichern. Welche Konsequenzen die Flüchtlingspolitik auf die Minderheitenpolitik in Europa und auf die Situation der autochthonen Minderheiten hat, die zu weiten Teilen in der FUEN zusammengefasst sind, betrachten FUEN und JEV aktuell als nachgeordnet, da erst die Frage nach Frieden auf der Agenda steht. Über die Tragweite der jetzigen Flüchtlingswelle für die Minderheitensituation und -politik in Europa sei man sich auf Seiten der FUEN bewusst, so das Präsidium. Dennoch äußert die FUEN die Hoffnung, dass die Bewältigung dieser großen Herausforderung, die sehr viele Nationalitäten zusammenbringt, auch die Chance enthält, eine neue Sichtweise auf den Minderheitenschutz in Europa zuzulassen.  (Pressemitteilung der FUEN und der JEV vom 18.09.2015)
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