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Dänische Minderheit und Friesische Volksgruppe erhalten mehr Bundesgelder

23.05.2022

Die dänische Minderheit und die friesische Volksgruppe erhalten 2022 zusätzliche Fördermittel vom Bund. Mit jeweils bis zu 50.000 Euro mehr sollen Projekte der Sydslesvigsk Forening (SSF) und der Friesenstiftung in Schleswig-Holstein sowie die Tätigkeit des Beauftragten für Saterfriesisch in Niedersachsen finanziert werden. Dies hatte der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages in seiner Bereinigungssitzung am 19. Mai beschlossen.

"Mit ihrem ersten Bundeshaushalt bekräftigt die Ampel-Koalition ihr Bekenntnis zum Rahmenübereinkommen des Europarats zum Schutz nationaler Minderheiten", erklären Filiz Polat, Mitglied für Bündnis 90/die Grünen im Beratenden Ausschuss für die Fragen der niederdeutschen Sprechergruppe und Denise Loop, Mitglied für Bündnis 90/Die Grünen im Beratenden Ausschuss für die Fragen der friesischen Volksgruppe beim Bund. "Insbesondere der Erhalt der Sprache und Kultur ist für die nationalen Minderheiten existenziell – und für ein vielfältiges Deutschland von großer Bedeutung", betonen die beiden Bundestagsabgeordneten.

Auch Stefan Seidler, der für den Südschleswigschen Wählerverband (SSW) im Deutschen Bundestag sitzt, freut sich über diese Entscheidung. "Dass uns das ohne eigene Fraktion gelungen ist, ist ein riesiger Erfolg! Im gesamten Bundeshaushalt mag die Summe nicht bedeutend sein, aber für uns vor Ort in Schleswig-Holstein macht das Geld einen großen Unterschied. Angesichts steigender Personal- und Unterhaltskosten ist eine Erhöhung der Bundesmittel nötig und ermöglicht die Fortführung der Arbeit unserer Einrichtungen." Dabei würdigt Seidler, dessen Partei sich für die Interessen der dänischen Minderheit und der friesischen Volksgruppe in Schleswig-Holstein einsetzt, die fraktionsübergreifende Schützenhilfe für die Erhöhungen. "Ohne die Unterstützung vieler Fachpolitiker in den anderen Fraktionen wäre dieser schöne Erfolg nicht möglich gewesen, dafür ein großes Dankeschön von mir im Namen der Dänen und Friesen. Die zahllosen Gespräche und der direkte Kontakt haben sich auf jeden Fall gelohnt".

Speziell bei der Förderung der friesischen Kultur- und Spracharbeit mahnt Seidler dennoch weiterhin eine bessere Nachhaltigkeit an. "Jetzt müssen wir in den zukünftigen Verhandlungen daran arbeiten, dass wir speziell bei den Friesen von projektgebundenen hin zu verstetigten Förderungen kommen".

Ein besonderer Erfolg des Bundeshaushaltes ist die erstmalige Förderung des Beauftragten für Saterfriesisch. Die bisherige halbe Stelle bei der Oldenburgischen Landschaft in Niedersachsen wird nun mit einem Bundeszuschuss in Höhe von 50.000 Euro zur vollen Stelle ausgebaut. “Der kleinsten Sprachminderheit Deutschlands, den Saterfriesen, wird somit endlich Rückenwind beim Erhalt ihrer Sprache verliehen", begrüßen Filiz Polat und Denise Loop die Entscheidung des Ausschusses.

(Quelle: Pressemitteilungen von SSW und Filiz Polat/Bündnis 90/Die Grünen vom 20.05.2022)

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