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Erste Kulturtage der Sinti und Roma in Heidelberg

18.06.2019 - Vom 22. bis 26. Juni 2019 veranstaltet das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg die ersten Kulturtage der Sinti und Roma. Neben Jazz-, HipHop- und Klassik-Konzerten gibt es Vortrags- und Diskussionsformate sowie Ausstellungen zu aktuellen politischen Themen wie „Heimat“ und „Identität“. Die Kulturtage der Sinti und Roma werden gefördert von der Baden-Württemberg Stiftung und der Heidelberger Partnerschaft für Demokratie und stehen unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier.

Mit den ersten Kulturtagen der Sinti und Roma vom 22. bis 26. Juni 2019 in Heidelberg möchte das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma Einblicke in die vielfältigen Beiträge von Sinti und Roma zur deutschen und europäischen Kultur geben und Angebote zur kritischen Reflexion über Gesellschaft machen.

Bei den Konzerten von Biréli Lagrène, Holzmanno Winterstein und Vali Mayer sowie den Roma und Sinti Philharmonikern wird den Zuhörerinnen vor Augen und Ohren geführt, wie sehr Sinti und Roma den Jazz und die klassische Musik beeinflusst haben. Aber auch bei deutlich jüngeren Musikgenres, wie dem Hiphop, wo sich unter dem Radar der breiten Öffentlichkeit eine gut vernetzte Sinti-Rap-Underground-Szene entwickelt hat, ist dieser Einfluss spürbar, wie die Hiphop-Künstler Maio, Baro Dano und Imaa bei einem Konzert unter Beweis stellen.

Neben den Konzerten wird mit der eigens für die Kulturtage erarbeiteten Ausstellung zu „Sinti in der frühen Neuzeit – Akzeptanz, Dissens und Kooperation“ erstmals ein bisher kaum beleuchtetes Thema historischer Forschung für die breite Öffentlichkeit aufbereitet. Der Sinto und Künstler Alfred Ullrich trägt außerdem mit einer gesellschaftskritischen öffentlichen Kunstaktion am 22. Juni und mit einer Sonderausstellung zum Thema „Unsere Heimat“ zu den Kulturtagen bei.  Podiumsdiskussionen, eine historische Stadtführung und Aufführungen des Marionettentheaters „Die Rollende Kulisse“ der Familie Grünholz, die das Puppenspielergewerbe schon seit Generationen ausübt, runden das Programm ab.

Das vollständige Programm der Kulturtage ist auf der Homepage des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma zu finden. Tickets für die Konzerte der Kulturtage gibt es über Reservix.de. Der Eintritt zu allen weiteren Veranstaltungen ist frei.

Ein digitaler Beitrag zu den Kulturtagen der Sinti und Roma ist ein über Facebook und Youtube abrufbares Online-Event, das Einblicke in 45 Jahre Bürgerrechtsarbeit der Sinti und Roma gibt: Bürgerrechtler*innen und Weggefährt*innen erinnern sich. Seit mehr als 45 Jahren kämpfen deutsche Sinti und Roma für ihre Rechte und die Anerkennung der NS-Verbrechen. Damit bietet sich die Möglichkeit vom 14.-26. Juni mit täglich neuen Videos die Protagonist*innen und die Geschichte der Bürgerrechtsbewegung Deutscher Sinti und Roma kennen zu lernen: https://www.facebook.com/sintiundroma/ oder https://www.youtube.com/user/Dokuz100

Mit den Kulturtagen der Sinti und Roma 2019 setzt das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma ein Zeichen für eine inklusive Gesellschaft. Informationen zur barrierefreien Zugänglichkeit der Veranstaltungsstätten und zu Angeboten für hörbeeinträchtigte Menschen finden Sie hier.

(Mitteilung des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma)

Titelbielde: Biréli Lagrène ©Jean-Baptiste Millot

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