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"serbski přichod: Łužyca – sorbische/wendische Zukunft: Lausitz" - Brandenburg stellt 50.000 Euro für Projekte im Rahmen der Strukturentwicklung Lausitz bereit

17.09.2019 - Kulturstaatssekretärin Ulrike Gutheil hat heute in Cottbus/Chóśebuz als Beauftragte der Landesregierung für die Angelegenheiten der Sorben/Wenden den Wettbewerb ‘serbski pśichod: Łužyca – sorbische/wendische Zukunft: Lausitz‘ gestartet und der sorbischen/wendischen Öffentlichkeit die Ergebnisse der Umfrage zur geplanten Erarbeitung einer sprachplanerischen Konzeption unter dem Titel ‘jo!zatebje 2.0‘ für die wendische Sprache übergeben. „Im Rahmen unserer Lausitz-Strategie wollen wir nicht nur den Wissenschafts- und Forschungsstandort Lausitz ausbauen und die Kulturregion im Südosten des Landes stärken, sondern auch das immaterielle Kulturerbe im deutsch-slawischen Kontext weiterentwickeln. Dafür stehen bis 2021 insgesamt 1,5 Millionen Euro im Rahmen des Sofortprogramms des Bundes bereit. Mit dem Landeswettbewerb ‘serbski pśichod: Łužyca – sorbische/wendische Zukunft: Lausitz‘ flankieren wir das Bundesprogramm und würdigen und unterstützen Projekte und Ideen von zivilgesellschaftlichen Akteuren vor Ort“, so Gutheil. „Das Land hat in den vergangenen Jahren mit einer Reihe von Maßnahmen dazu beigetragen, die Kultur und Sprache der nationalen Minderheit besser zu schützen: Im Jahr 2014 wurde das Sorben/Wenden-Gesetz erstmals novelliert, 2015 fanden die ersten direkten Wahlen für den Rat für Angelegenheiten der Sorben/Wenden beim Landtag statt, 2016 wurde der Landesplan zur Stärkung der niedersorbischen Sprache verabschiedet, 2017 haben wir die Förderung der Stiftung für das sorbische Volk erhöht und 2018 haben wir erstmals den ‘Mina Witkojc-Preis‘ für sorbisches/wendisches sprachliches Engagement vergeben. Für Brandenburg ist die wendische Kultur ein außergewöhnlicher Reichtum, den wir auch weiterhin bewahren möchten.“

Im Rahmen des Wettbewerbs ‘serbski pśichod: Łužyca – sorbische/wendische Zukunft: Lausitz‘ können Vereine, Verbände, Initiativen, Unternehmen und Gemeinden bis zum 31. Oktober 2019 Beiträge in vier Kategorien einreichen. Die Kategorien sind:

  • die Pflege und Weiterentwicklung sorbischer/wendischer Sprache,
  • die Pflege und Wiederbelebung von Kultur und Handwerk der Sorben/Wenden sowie die Pflege der ‘sorbischen/wendischen Bräuche im Jahreslauf‘ gemäß dem deutschen Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes,
  • die Pflege und Weiterentwicklung des deutsch-wendischen Miteinanders sowie die Bewusstmachung der gemeinsamen wendisch-deutschen Geschichte sowie
  • sorbische/wendische Beiträge zur Strukturentwicklung der Lausitz.

Die eingereichten Beiträge müssen sich auf Gemeinden beziehen, die ganz oder teilweise zum angestammten Siedlungsgebiet der Sorben/Wenden im Land Brandenburg gehören. Es werden ein Sonderpreis in Höhe von 10.000 Euro sowie je Kategorie vier Preise in Höhe von 1.000 bis 5.000 Euro vergeben. Insgesamt stehen 50.000 Euro bereit. Weitere Informationen gibt es in der Ausschreibung sowie unter https://mwfk.brandenburg.de/mwfk/de/kultur/sorben-wenden/.

Das durch das Kulturministerium koordinierte sorbische/wendische Aktionsnetzwerk rief im Mai 2019 öffentlich dazu auf, Ideen und Wünsche zur wendischen Sprachrevitalisierung einzusenden. Die Ergebnisse der Umfrage unter dem Titel ‘jo!zatebje 2.0‘ sollen in die weitere Erarbeitung eines zwischen den Institutionen, der Zivilgesellschaft und dem staatlichen Schulsystem breit abgestimmten Konzepts zur Revitalisierung der niedersorbischen Sprache einfließen.

Die Sorben/Wenden sind seit rund 1.500 Jahren in der Lausitz ansässig. Sie haben sich trotz Assimilierungsversuchen früherer Herrscher und Regierungen ihre eigene Sprache und ihre von zahlreichen Festen und vielfältigem Brauchtum geprägte Kultur bewahrt. Die Länder Brandenburg und Sachsen und der Bund unterstützen die Bemühungen der Sorben/Wenden, ihre angestammte nationale Identität zu bewahren und weiterzuentwickeln. Das Land Brandenburg hat 2014 das Sorben/Wenden-Gesetz umfassend novelliert, um die Kultur und Sprache der nationalen Minderheit besser zu schützen und unterstützt die Stiftung für das sorbische Volk jährlich mit 3,1 Millionen Euro.

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