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Zusammenarbeit der Fachleute der nationalen Minderheiten in Deutschland aus dem Bereich der Museen, Ausstellungen sowie Öffentlichkeitsarbeit erfolgreich gestartet

10.12.2018 - Letzte Woche fand am 6. und 7. Dezember das erste Treffen von Fachleuten aus den Bereichen Ausstellung, Museum und Öffentlichkeitsarbeit der vier autochthonen nationalen Minderheiten und Volksgruppen in Berlin im Aufbau Haus am Moritzplatz statt.

Auf Einladung des Minderheitensekretariates nahmen Vertreter aller vier nationalen Minderheiten sowie der Regionalsprache Niederdeutsch teil, darunter der Sydslesvigsk Forening, das Sorbische Museum in Bautzen/Budyšin, das Wendische Museum Choćebuz/Cottbus, das Nordfriisk Instituut, das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, die Ostfriesische Landschaft, die Stiftung für das sorbische Volk sowie das Niederdeutschsekretariat.

In der abschließenden Evaluation sprachen sich alle anwesenden Institutionen und Organisationen für eine weitere Zusammenarbeit aus. Dass es ein erstes gemeinsames Treffen aller fünf Gruppen in diesem Arbeitsbereich gab, auf dem aufgebaut und regelmäßige Treffen folgen sollen, war einstimmiger Konsens. Ein Teilnehmer schrieb: “Es war eine Bereicherung, die Vertreter der anderen Minderheiten kennenzulernen. Der Austausch war sehr fruchtbar.”

Es wurde ebenfalls die Freude darüber geäußert, dass es hinsichtlich der geplanten gemeinsamen Wanderausstellung ein Projekt gibt, an dem nun zusammen gearbeitet werden soll. Wichtig war darüber hinaus, eine Diskussion über die Darstellung der vier Minderheiten zu starten. Fragen, ob eine gemeinsame Darstellung sinnvoll ist, wie wir uns nach außen präsentieren wollen und mit welchen Inhalten dies geschehen soll, wurden diskutiert. Aber auch der Austausch untereinander soll in dieser personellen Zusammensetzung fortgeführt werden.

Es steht viel Arbeit auf der Agenda. Die Rahmenbedingungen oder auch die Inhalte, die Geschichte sowie Kulturen zwischen den Gruppen sind so unterschiedlich, dass Zeit notwendig ist über die gemeinsame Darstellung auf Fachebene intensiv weiter zu diskutieren. Deshalb wurde ein grober Fahrplan für 2019 erstellt. Spätestens Ende Februar/Anfang März soll ein weiteres Treffen der Experten folgen.

Die im Jahr 2019 geplante Wanderausstellung der nationalen Minderheiten und der Sprechergruppe der Niederdeutschen, die im Bundeshaushalt 2019 mit 125.000 € berücksichtigt wurde, wurde einstimmig begrüßt und alle wollen daran mitarbeiten. Aus diesem Projekt und der Zusammenarbeit sollten sich auch Folgeprojekte ergeben.

“Ich freue mich sehr über die konstruktive und sehr interessierte Teilnahme aller Anwesenden. Alle waren sich einig, dass es Zeit ist, gemeinsam an einem Projekt zu arbeiten, das die Existenz der nationalen Minderheiten in Deutschland in den Fokus setzt. Das Treffen war somit der Start für eine regelmäßige, zielstrebige Zusammenarbeit, die auch für die eigene Arbeit in den jeweiligen Minderheiten von Vorteil sein kann, so dass einzelne Themenbereiche aufgegriffen werden könnten”, sagte Judith Šołćina/Scholze, Leiterin des Minderheitensekretariates in Berlin. 

Das Treffen wurde gefördert durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat. 

Weitere Informationen:
Pressemitteilung des Minderheitensekretariats vom 4.12.2018
Pressemitteilung zum Beschluss über die Wanderausstellung 2019

Fotos: Minderheitensekretariat

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