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Zwischen Tradition und Alltag: MDR macht Programm rund ums sorbische Leben

13.07.2020

Rund 60.000 Sorben leben heute als nationale Minderheit in Deutschland, etwa 40.000 in der sächsischen Oberlausitz zwischen Bautzen und Hoyerswerda und 20.000 in der Niederlausitz in Brandenburg. Doch wie sieht das ganz normale Leben in einer sorbischen Gemeinde heutzutage aus? Was bewegt die Menschen in der Lausitz? Wie hat die Corona-Krise ihr kulturelles Leben beeinflusst?

Von Montag bis Freitag (13. bis 17. Juli) erkundet Reporterin Olenka Pilz für das MDR-Nachmittagsprogramm sorbische Dörfer und Gemeinden: Am Montag fährt sie nach Nebelschütz, eines der schönsten Dörfer Sachsens, und lässt sich vom Bürgermeister die Krabat-Sage erzählen. Am Dienstag trifft sie im Dorf Schleife die erste sorbische Pfarrerin. Am Mittwoch ist sie im Gespräch mit dem Veranstalter der Krabat-Festspiele, die heute eigentlich starten sollten, aber corona-bedingt abgesagt werden mussten. Am Donnerstag schaut sie in Ralbitz-Rosenthal vorbei, wo im Gasthaus die Vorbereitungen für eine sorbische Hochzeit auf Hochtouren laufen und am Freitag besucht sie eine Trachtenschneiderei in Räckelwitz. Die Live-Reportagen sind von Montag bis Freitag bei „MDR um 2“ab 14.30 Uhr sowie bei „MDR um 4“ab 16.25 Uhr zu sehen.

Auch das Nachrichten-Magazin „MDR AKTUELL“ berichtet von Montag bis Freitag jeweils in der 17.45-Uhr-Ausgabe über die Sorben, u.a. entdeckt ARD-Tschechien-Korrespondent Danko Handrick, selbst gebürtiger Sorbe, mitten in Prag sorbische Spuren. Am Dienstag, 14. Juli, um 20.15 Uhr erkundet zudem das Magazin „Umschau“ den Spreewald als Urlaubsregion – von Wellness und Sterneküche, Tradition und Volksfesten.

Der MDR SACHSENSPIEGEL sendet täglich 19.00 Uhr einen Beitrag über sorbisches Leben. Unter anderem wird über Digitalisierung und sorbische Sprache berichtet, die Akzeptanz des Sorbischen in der Öffentlichkeit hinterfragt und junge sorbische Musik vorgestellt. Diesen und weiteren Themen widmet sich auch MDR SACHSEN – Das Sachsenradio, berichtet u.a. über sorbische Communities in Dresden und Leipzig - und begleitet den Programmschwerpunkt natürlich auch in seinem Sorbischen Programm MDR SAKSKA - SERBSKI ROZHŁÓS.

Ein Porträt der sorbischen Schauspielerin Gabriela Maria Schmeide ist sowohl im MDR SACHSENSPIEGEL als auch in der Sendung „WUHLADKO“ zu sehen (Samstag, 11. Juli, 11.45 Uhr). Das von Bogna Koreng moderierte 30-minütige Fernsehmagazin „WUHLADKO“ in sorbischer Sprache wird seit 2001 einmal monatlich ausgestrahlt und ist deutsch untertitelt. Das MDR-Landesfunkhaus Sachen leistet mit seinem „Sorbischen Programm“ aus dem Studio Bautzen einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt und zur Pflege der sorbischen Sprache für die zweisprachige Oberlausitz.

Auch die Hörerinnen und Hörer von MDR KULTUR können am Sonntag (12. Juli) Gabriela Maria Schmeide kennenlernen, die sich mit Filmen wie „Halbe Treppe“, „Die Friseuse“ oder „Frau Müller muss weg“ ein großes Publikum erobert hat. Ab 12.05 Uhr spricht sie im „MDR KULTUR Café“ mit Moderator Knut Elstermann über ihre sorbische Muttersprache, die sorbische Kultur und ihren Weg zum Theater. Darüber hinaus berichtet das Kulturradio über das Sorbische Museum in Bautzen und ist den Nachfahren der Sagenfigur Krabat auf der Spur.

DEFA-Spielfilm „Sehnsucht“ erstmals im Fernsehen
Eine TV-Premiere erwartet die Zuschauerinnen und Zuschauer am Montag (13. Juli), um 23.05 Uhr: Das MDR-Fernsehen zeigt den DEFA-Film „Sehnsucht“ mit Ulrike Krumbiegel und Ulrich Mühe als TV-Erstausstrahlung. Der Spielfilm aus dem Jahr 1989 erzählt von einer Dreiecksbeziehung, in der gegensätzliche Welten aufeinanderprallen: Mitte der 1980er-Jahre kommt der Wasserbauingenieur Sieghart (Ulrich Mühe) für Bodenbohrungen in die Lausitz, dort verliebt er sich in die Bäuerin Ena (Ulrike Krumbiegel), die unmittelbar vor der Hochzeit mit ihrem Nachbarn Mathias (Thomas Büchel) steht. Erst als Ena mit Sieghart nach Paris geht, merkt sie, wo sie wirklich hingehört.

Vielfältiges Angebot im Netz
Einen Überblick rund um das Leben in der zweisprachigen Oberlausitz – von Themen wie Digitalisierung, Religion und Kunst bis hin zum Braunkohle-Tagebau, dem viele sorbische Dörfer weichen mussten – sowie eine Übersicht zu den zahlreichen Programmaktivitäten gibt es im Internet auf mdr.de/sorbischesleben. Ein Video zum sorbischen Sprachschatz ergänzt das Angebot. Es wird unter anderem auf der MDR SACHSEN-Facebook-Seite zu entdecken sein. Auch auf dem Instagram-Kanal von MDR SACHSEN berichten Sorben aus ihrem Alltag. Für Sorbisch sprechende Userinnen und User wird im sorbischen Online-Angebot unter www.mdr.de/serbski-program eine Programmübersicht zur Themenwoche zusammengestellt.

Gut gefüllte Mediathek
Zum Auftakt des Themenschwerpunkts  zeigt das MDR-Fernsehen bereits ab 9. Juli beliebte Sendungen und fiktionale Formate rund um die Region und ihre Menschen, wie beispielsweise ab 11. Juli die siebenteilige Familienserie „Spreewaldfamilie“ aus dem Jahr 1990 mit Helga Göring in der Hauptrolle oder den DEFA-Märchenfilm „Die schwarze Mühle“. Außerdem erinnert die Sendereihe „Lebensläufe“ an den bekanntesten Sorben: den Schriftsteller Jurij Brezan (1916 - 2006). Mit „Der Mann in den Birken“ am 9. Juli um 23.10 Uhr im MDR-Fernsehen wird dem Poeten ein liebevolles filmisches Denkmal gesetzt. Alle diese Sendungen von der „MDR Zeitreise“ zur sorbischen Geschichte bis zum Politkrimi „Stalin, Tito und mein Vater“ und der Doku „Die Slawen – Unsere geheimnisvollen Vorfahren“ werden in der ARD Mediathek unter dem Stichwort „Sorbisches Leben- Serbske žiwjenje“ gebündelt und können dort jederzeit (ab 10. Juli,  18 Uhr) abgerufen werden.

(Quelle: Pressemitteilung des MDR vom 9. Juli 2020)

Titelbielde: Sorbische Trikots auf der Europeada 2012. Foto: Theresa Stuebner

Bild aus dem Film "Sehnsucht".
Logo der Themenwoche "Sorbisches Leben" des MDR.
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