Aktuelles

Beratender Ausschuss für Fragen der dänischen Minderheit

24.08.2020

Unter der Leitung des Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Prof. Dr. Bernd Fabritius, und mit Beteiligung von Vertretern des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat sowie des Landes Schleswig-Holstein ist der Beratende Ausschuss für Fragen der dänischen Minderheit in Deutschland zu seiner jährlichen Sitzung, in diesem Jahr in digitaler Form, zusammengekommen.

Die dänische Minderheit war durch den Vorsitzenden des Südschleswigschen Wählerverbands (SSW), Flemming Meyer, der Vorsitzenden des Südschleswigschen Vereins (Sydslesvigsk Forening, SSF), Gitte Hougaard-Werner, den Generalsekretär des SSF, Jens A. Christiansen, sowie Jette Waldinger-Thiering, MdL, und Martin Lorenzen für den SSW vertreten. Als Vertreter der Bundesländer nahm der Beauftragte des Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein in Angelegenheiten nationaler Minderheiten und Volksgruppen, Grenzlandarbeit und Niederdeutsch, Johannes Callsen, MdL, teil. Weitere Teilnehmer waren die Bundestagsabgeordneten Petra Nicolaisen (CDU), Astrid Damerow (CDU), Sönke Rix (SPD), Matthias Stein (SPD), Gyde Jensen (FDP), Peter Heidt (FDP) sowie Lorenz Gösta Beutin (Die Linke). Als Gast des Beratenden Ausschusses nahmen Nele Feuring und Wienke Reimer (Minderheitensekretariat der vier autochthonen nationalen Minderheiten und Volksgruppen Deutschlands) an der Sitzung teil.

Zu Beginn der Sitzung begrüßte Beauftragter Fabritius die Teilnehmer der Sitzung und bedauerte die pandemiebedingte Absage zahlreicher Veranstaltungen im deutsch-dänischen Jubiläumsjahr 2020 – umso erfreulicher sei die Möglichkeit, sich zumindest digital auszutauschen. Zu den zahlreichen und vielfältigen Themen der Sitzung gehörten die Gründung eines Minderheiten-Kompetenz-Netzwerks, der Ausbau der Repräsentation jugendlicher Minderheitenangehöriger sowie die für die dänische Minderheit besonders sensible Situation an der deutsch-dänischen Grenze im Zuge der pandemiebedingten Einschränkungen. Der SSW berichtete über den Stand der Initiative zur Verankerung der nationalen Minderheiten im Grundgesetz. Des Weiteren wurde unter Einbeziehung des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz der Wunsch der dänischen Minderheit, in ihrem Siedlungsgebiet in Gerichtsverfahren die dänische Sprache verwenden zu können, erörtert. (Ergänzung des Minderheitensekretariats: Die Repräsentanten des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz teilten mit, dass aus ihrer Sicht dem Wunsch der Minderheit nichts im Wege steht, außerdem wird das Ministerium das Anliegen mit allen Bundesländern behandeln.) 

Die dänische Minderheit im Land Schleswig-Holstein ist traditionell in der Grenzstadt Flensburg, den Kreisen Nordfriesland und Schleswig-Flensburg sowie im nördlichen Teil des Kreises Rendsburg-Eckernförde ansässig. Umgekehrt lebt in Nordschleswig im Königreich Dänemark eine deutsche Minderheit. Größter Verein und Dachverband der dänischen Minderheit ist der Südschleswigsche Verein. Politisch ist die Minderheit durch eine eigene Partei, den Südschleswigschen Wählerverband vertreten. Die jährlich tagenden Beratenden Ausschüsse dienen den anerkannten nationalen Minderheiten sowie der niederdeutschen Sprechergruppe als Kontakt zur Bundesregierung und dem Deutschen Bundestag. Den Vorsitz nimmt in allen fünf Ausschüssen der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten wahr.

(Quelle: Pressemitteilung des Bundesbeauftragten vom 24. August 2020)

Prof. Dr. Bernd Fabritius.
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