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Stadt Hoyerswerda und Domowina einig: Das Sorbische schafft Heimat

03.03.2021

Anknüpfend an ihr Gespräch neulich mit Oberbürgermeister Torsten Ruban-Zeh haben sich Domowina-Vorsitzender Dawid Statnik und die Regionalsprecherin des Dachverbandes der Lausitzer Sorben, Sonja Rehor, Dienstag mit dem Hoyerswerdaer Bürgermeister für kommunale Dienstleistungen, Mirko Pink, getroffen. Man war sich einig, dass die sorbische Sprache wieder stärker im öffentlichen Leben verankert werden soll – besonders durchs Lernen in Kindergärten und Schulen.

Bürgermeister Pink sieht außer fehlendem Personal keine Hindernisse, früher oder später den Sorbisch-Unterricht an den Schulen in Hoyerswerda auszuweiten. Auch eine Intensivierung der Sprachkurse für Erwachsene würde er sehr begrüßen. Der Bürgermeister schlug vor, zum Beispiel mit einer Themenreihe konkrete Antworten auf die Frage „Wie schaffen wir neue Sprachräume?“ zu suchen. Die Vertreter der Domowina sicherten Unterstützung zu, sich mit Gesprächen in Vereinen und Gruppen über Möglichkeiten neuer Sprachräume zu verständigen.

Mirko Pink erklärte: „Die sorbische Sprache und Kultur sind für viele Menschen eine wohlige Erinnerung an die Großmutter und die Wurzeln der Familie. Auch für mich ist das Sorbische Heimat. Die Belebung der Sprache braucht Sprachräume, dabei sehe ich die Domowina als langfristigen und verlässlichen Partner bei praktischen Schritten.“

Sonja Rehor: „Gerade in den zu Hoyerswerda gehörenden Dörfern ist eine starke Identifikation mit sorbischen Wurzeln gegeben. Aus ihnen kann wieder ein starker Baum erwachsen, der in der ganzen Stadt Wirkung entfaltet. Auch in unseren Vereinen gibt es viele Engagierte, die dabei gerne mithelfen.“

Dawid Statnik: „Mirko Pink hat sich schon mit seinem langjährigen Wirken als Ortsvorsteher in Schwarzkollm zur sorbischen Prägung der Region bekannt. Beeindruckt hat mich, dass er dieses Bekenntnis auch persönlich lebt, so zum Beispiel mit seiner sorbischen Hochzeit vor einigen Jahren.  Wir freuen uns auf gute Zusammenarbeit und danken für vielversprechende Impulse in unserem Gespräch.“

(Quelle: Pressemitteilung Domowina, 03.03.2021)

Bürgermeister Mirko Pink, Domowina-Regionalsprecherin Sonja Rehor und Domowina-Vorsitzender Dawid Statnik (v.l.) (Foto: Stadt Hoyerswerda).
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