Ein Wort, ein Laut oder eine Aussprache verraten oft, welchen Dialekt man spricht und manchmal sogar, aus welcher Familie man kommt.
Diese Unterschiede sind nicht nur interessant und Ausdruck einer sprachlichen Vielfalt – sie können uns auch viel darüber erzählen, wie sich Sprachen verändern, wie sie miteinander verwandt sind und bleiben. Und das betrifft nicht nur unser Nordfriesisch, sondern auch Westfriesisch in den Niederlanden und Saterfriesisch in Niedersachsen.
Die frisistische Forschung beginnt gerade erst, die drei friesischen Sprachen als eigenständige kleine Sprachfamilie innerhalb der westgermanischen Sprachen zu begreifen. Daher sollen sie nun erstmalig systematisch miteinander verglichen werden, und im Nordfriesischen zusätzlich die unterschiedlichen Dialekte. So gewinnen wir neue Einblicke in die Eigenheiten und Gemeinsamkeiten der verschiedenen friesischen Sprachen und in ihre Rolle in der Gesellschaft.
Die Fryske Akademy hat dazu in Kooperation mit dem Seeltersk Kontoor und dem Nordfriisk Instituut, sowie der CAU Kiel, ein Forschungsprojekt initiiert und als Auftakt zu weiteren gemeinsamen Projekten eine erste Umfrage erstellt.
Mach mit!
Für diese Studie suchen wir Sprecher*innen des Nordfriesischen, Westfriesischen und Saterfriesischen. Egal, ob du Friesisch als Muttersprache, in der Schule, einem Kurs oder anders gelernt hast.
Alles, was du dafür tun musst, ist online einen Fragebogen ausfüllen, deine Meinung zur Sprache abgeben und ein paar kurze Sprachaufnahmen machen. Das Ganze dauert ungefähr 30 Minuten.
So kannst du aktiv zur frisistischen Forschung beitragen und helfen, das Verständnis für die friesische Sprachfamilie zu verbessern. Wir freuen uns auch, wenn du diese Nachricht weiterleitest.
Die Umfrage findest du hier: https://frisian.eu/fryske-talen/
(Quelle: Friisk Foriining, 10.08.2026)