Am 5. November, dem Internationalen Tag der Romanes-Sprache, tagte der Beratende Ausschuss für Fragen der deutschen Sinti und Roma unter dem Vorsitz des Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Dr. Bernd Fabritius, in Berlin. Schwerpunkte des Gesprächs waren die Situation und Entwicklungen in der Minderheit sowie die Jugendarbeit.
Eingehend besprochen wurden außerdem die aktuellen Maßnahmen und Entwicklungen im Amt des Bundesbeauftragten gegen Antiziganismus und für das Leben der Sinti und Roma in Deutschland, Michael Brand. Im Fokus steht dabei, die Entschließungen aus der Bundestagsdebatte aus 2023 weiter aufzugreifen und deren Umsetzungsmöglichkeiten zu prüfen. Hierzu zähle die Einrichtung eine Kommission zur Aufarbeitung des an Sinti und Roma begangenen Unrechts in der Zeit nach 1945, sowie die Stärkung der Forschungsförderung zu Antiziganismus und Maßnahmen zur Verbesserung von Teilhabechancen und Selbstwirksamkeit von Minderheitenangehörigen.
Anschließend berichtete auch die Melde- und Informationsstelle Antiziganismus (MIA) Bund sowie die Vertreter*innen der sechs Landesmeldestellen aus ihrer Arbeit und über steigende Zahlen der Diskriminierung gegen Minderheitenangehörige. Betont wurde, dass hinter jeder Fallzahl auch immer das Schicksal eines Menschen steht.
Dotschy Reinhardt vom Zentralrat deutscher Sinti und Roma berichtete von aktuellen Entwicklungen des Antiziganismus in Deutschland. Sie würdigte, dass die saarländische Landesverfassung am 17.9.2025 eine Staatszielbestimmung zum Schutz vor Antiziganismus aufgenommen hat. Dese Bestimmung verpflichtet alle Träger von hoheitlicher Gewalt, Antiziganismus zu bekämpfen. David Rosenberg berichtete als Vertreter der Jugendorganisationen von den aktuellen Projekten des Studierendennetzwerks und der Bildungsbotschafter*innen gegen Antiziganismus.
Von Seite des Deutschen Bundestages nahmen die Abgeordneten Filiz Polat (Grüne), Stefan Seidler (SSW), Helge Lindh (SPD), Ulle Schauws (Grüne) und Dr. Cornell-Annett Babendererde (CDU) teil. Ebenfalls anwesend und mit einem Bericht zur aktuellen Lage war Johannes Callsen, der Minderheitenbeauftragte des Landes Schleswig-Holstein.
Die Beratenden Ausschüsse für Fragen der nationalen Minderheiten sind eine wichtige Schnittstelle der Minderheitenverbände mit dem Deutschen Bundestag und Politiker*innen aller Parteien. In den Gesprächen können wichtige Themen direkt an die Beauftragten des Bundes und der Länder sowie an die Bundestagsabgeordneten gerichtet werden.
(Quelle: Minderheitensekretariat, 7.11.2025)
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