29/01/2026
Der Minderheitenrat gedenkt der Opfer des nationalsozialistischen Völkermords an den ermordeten Sinti und Roma.

Minderheitenrat nahm am internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus teil

Am 28. Januar 2026 nahm der Minderheitenrat der vier autochthonen nationalen Minderheiten und Volksgruppen Deutschlands am Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus teil. Der Tag markierte den 81. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz, in dem insgesamt circa 23.000 Sinti und Roma inhaftiert waren.

Für den Minderheitenrat nahmen Karl-Peter Schramm vom Seelter Buund und Dr. Hartmut Leipner von der Domowina – Bund Lausitzer Sorben an der Gedenkveranstaltung teil. Gemeinsam mit Dotschy Reinhardt, der stellvertretenden Vorsitzenden des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma gedachten sie der Opfer und betonten die bleibende Verantwortung Deutschlands, Antiziganismus und Rassismus entschieden entgegenzutreten. In ihrer Gedenkrede erklärte Dotschy Reinhardt: 

„Eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung langfristiger Strategien gegen die rechte Bedrohung spielt historische Aufklärung. Das Erinnern an die nationalsozialistischen Menschheitsverbrechen muss zentraler Bestandteil schulischer und außerschulischer Bildungsarbeit sein. Auch an Tagen, an denen der Gedenktag nicht offiziell verkündet ist, muss Erinnerungsarbeit geleistet werden. Der Aufbau einer offenen, pluralistischen Gesellschaft ist die beste Form der Erinnerungsarbeit. Wenn dies geschieht, weil wir aus der Geschichte gelernt haben, dann ist es ein guter Weg nach vorne in eine sichere Zukunft für die nächste Generation.“

Der Minderheitenrat erinnert an die Opfer des nationalsozialistischen Völkermords an den Sinti und Romad bekennt sich zu einer Gesellschaft, die von Respekt, Erinnerung und Gleichberechtigung getragen wird.

(Quelle: Minderheitensekretariat, 29.01.2026)