08/09/2026
Zur Würdigung seines Lebenswerkes und der Arbeit der Bürgerrechtsbewegung der Sinti und Roma fand am 7. August ein Festakt statt.

Festakt anlässlich des 80. Geburtstags von Romani Rose

Am gestrigen Abend fand anlässlich des 80. Geburtstag und zur Würdigung des Lebenswerkes des Vorreiters der Bürgerrechtsbewegung und Vorsitzenden des Zentralrats deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, ein Festakt statt. 

Die Bürgerrechtsbewegung der deutschen Sinti und Roma setzt sich seit Jahrzehnten für Anerkennung, Gleichberechtigung und Schutz der Sinti und Roma ein. Den Beteiligten ist zu verdanken, dass der nationalsozialistische Völkermord an den Sinti und Roma 1982 staatlich anerkannt wurde und heute Teil unserer Erinnerungskultur ist, unter anderem mit einem Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas.  

Beim gestrigen Festakt wurde Romani Roses Lebenswerk als einer der Vorreiter der Bürgerrechtsbewegung gewürdigt. Grußworte kamen von Gästen aus Politik und Zivilgesellschaft, darunter Michael Brand, Parlamentarischer Staatssekretär und Beauftragter der Bundesregierung gegen Antiziganismus und für das Leben der Sinti und Roma in Deutschland, dem Bundestagsabgeordneten Dirk Wiese sowie Petra Pau, Vizepräsidentin a. D. des Deutschen Bundestages.  

Dawid Statnik, Vorsitzender des Minderheitenrates, ehrte in seiner Rede insbesondere Romani Roses Mut und Beharrlichkeit: „Romani Rose hat nicht nur für die Rechte der Sinti und Roma gekämpft. Er hat damit unsere Demokratie verändert und stärker gemacht. Dafür danke ich ihm als Sorbe und als Vorsitzender des Minderheitenrates von Herzen.“ 

(Quelle: Minderheitensekretariat, 08.08.2026)