05/10/2026
Am 3. November wird die Kommission in Berlin zur konstituierenden Sitzung zusammenkommen.

Kommission zur Aufarbeitung des Unrechts an Sinti und Roma nach 1945 beru­fen

Der Parlamentarische Staatssekretär und Beauftragte der Bundesregierung gegen Antiziganismus und für das Leben der Sinti und Roma in Deutschland, Michael Brand, hat am 2. Oktober die Mitglieder der Kommission zur Aufarbeitung des Unrechts an Sinti und Roma in der Bundesrepublik Deutschland und der DDR nach 1945 berufen. Am 3. November wird die Kommission in Berlin zur konstituierenden Sitzung zusammenkommen.
Mitglieder der Kommission sind:

• Mustafa Jakupov – Melde- und Informationsstelle Antiziganismus MIA, Board European Roma Grassroots Organizations (ERGO)
• Mirjam Karoly – Wiesenthal-Institut für Holocaust-Studien
• Jonathan Mack-Sroka – Critical Film & Image Hub der Forschungsstelle Antiziganismus der Universität Heidelberg
• Dr. Verena Meier-Zekić – Forschungsstelle Antiziganismus der Universität Heidelberg.
• Sara Paßquali – Trainerin und Beraterin mit u.a. Schwerpunkt Antiziganismus
• Dr. Christian Staffa – Beauftragter der Evangelischen Kirche in Deutschland für den Kampf gegen Antisemitismus
• Prof. Dr. Jens-Christian Wagner – Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora
• PD Dr. Jane Weiß – Privatdozentin an der Humboldt-Universität zu Berlin mit For-schungsschwerpunkten zu Antiziganismus

Mit der Berufung der Kommission soll eine zentrale Forderung der Unabhängigen Kommission Antiziganismus (UKA) und ein entsprechender Entschließungsantrag des Deutschen Bundestages aus dem Jahr 2023 umgesetzt werden. Gemäß UKA-Empfehlungen hat die Kommission die Aufgabe, auf nationaler wie lokaler Ebene zur Beendigung der fortwirkenden Diskriminierung und Ausgrenzung beizutragen. Sie soll die Realität über das nach 1945 begangene und bis heute fortdauernde Unrecht bekannt machen, die Verantwortung benennen und konkrete Schritte festlegen, um nachholende Gerechtigkeit herzustellen und in einen gesellschaftlichen Aufarbeitungsprozess einzutreten. Bei der Einsetzung der Kommission sollen die Perspektiven von Sinti*ze und Rom*nja mehrheitlich und in einem möglichst breiten Spektrum vertreten sein.

Eine Geschäftsstelle der Kommission bei der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) unterstützt deren Arbeit organisatorisch und fachlich.

(Quelle: Minderheitensekretariat, 05.10.2026)