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27/02/2026
Die Ablehnung des Bundesministerium des Innern zur Aufnahme der Minderheiten ins Grundgesetz wird allgemein bedauert, jedoch zeigen sich die Minderheiten kämpferisch.

Stimmen aus den Minderheiten zum aktuellen Stand der Grundgesetzinitiative

Die Ablehnung des Bundesministeriums des Innern (BMI) bzgl. der Aufnahme der Minderheiten in das Grundgesetz hat im Minderheitenrat großes Bedauern hervorgerufen. Das Minderheitensekretariat berichtete in einer Pressemitteilung bereits über die Haltung des Minderheitenrates gegenüber der Entscheidung des BMI.

Doch auch die Minderheitenverbände haben sich zum aktuellen Stand der Grundgesetzinitiative, welche von den Bundesländern Brandenburg, Sachsen und Schleswig-Holstein initiiert wurde, geäußert. Hier eine Übersicht zu den Stimmen aus den Minderheiten:

  • Der Zenralrat der Deutschen Sinti und Roma veröffentlichte am 16. Februar eine Pressemitteilung, in welcher Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrates, sein Bedauern zum Ausdruck bringt. Die entsprechende Pressemeldung ist hier zu finden.

  • Die Sydslesvigsk Forening empfindet die Ablehnung des BMI als schweren Schlag auf dem Weg zur Anerkennung der Minderheiten, zeigt sich jedoch auch kämpferisch. Im Interview mit dem NDR vom 12. Februar sagte die Vorsitzende, Gitte Hougaard-Werner, dass die dänische Minderheit weiterkämpfen werde und fügt hinzu: „Jetzt erst recht“. Die Pressemeldung der Sydslesvigsk Forening (auf Dänsich) ist hier zu finden. Das Interview mit dem NDR kann hier gefunden werden.

  • Auch das Präsidium der Domowina – Bund Lausitzer Sorben zeigt sich enttäuscht bezüglich der Positionierung des BMI und befindet es als längst an der Zeit, die vier autochthonen nationalen Minderheiten Deutschlands in das Grundgesetz einzubeziehen. Die entsprechende Pressemeldung ist hier zu finden.

  • Ingwer Nommensen, Vorsitzender des Friesenrat Sektion Nord e.V. forderte beim Biike-Empfang am 15. Februar, dass die vier autochthonen Minderheiten in Deutschland in das Grundgesetz aufgenommen werden müssen, so wie es Ministerpräsident Daniel Günther vor kurzem gefordert habe. Die entsprechende Pressemeldung ist hier zu finden.

(Quelle: Minderheitensekretariat, 26.02.2026)