Mediale Bilder von jungen Menschen und von Jugendkulturen unterliegen oftmals pauschalen Annahmen – auch, weil Jugend selbst wenig an Medienproduktion beteiligt wird. Im Rahmen einer Denkwerkstatt haben Expert*innen aus Jugend- und Medienpolitik gemeinsam Impulse für eine vielfältige und partizipative Medienpolitik erarbeitet. Die konkreten Handlungsempfehlungen an alle relevanten Akteure im Medienbetrieb hat die Denkwerkstatt gebündelt und daraus ein Handlungs- und Empfehlungspapier erarbeitet.
Das Minderheitensekretariat nahm mit seiner Expertise zu den Themen Vielfalt und Jugend in den nationalen Minderheiten ebenfalls an der Denkwerkstatt teil.
Viele der erarbeiteten Forderungen finden sich auch in den Bedarfen der Jugendorganisationen und der jungen Angehörigen nationaler Minderheiten wieder – unter anderem der Wunsch nach Partizipation im medialen Geschehen, die dauerhafte und gesicherte Verankerung jugendlicher Perspektiven im Medien-Mainstream, sowie die Sichtbarmachung der Lebensrealitäten junger Menschen.
Die Perspektive junger Minderheitenangehöriger darf im Diskurs um eine jugendgerechte Medienpolitik nicht unter den Tisch fallen. Junge Menschen, die nationalen Minderheiten angehören, haben eine einzigartige Sicht auf Vielfalt und Medien. Ihre Lebensrealitäten sind unterrepräsentiert oder werden oft vereinfacht dargestellt.
Das Papier macht einen ersten Aufschlag zur Verbesserung dieser Situation für alle Jugendlichen im Land und sammelt die Forderungen an die Verantwortungsträger*innen in Politik, Rundfunkanstalten und Redaktionen. Es steht hier zum Download bereit. Weitere Informationen zur Denkwerkstatt und den Mitwirkenden finden sich hier.
(Quelle: Minderheitensekretariat, 26.05.2026)