Während des einstündigen Gesprächs wurde eine große Bandbreite an aktuellen minderheitenpolitischen Sachverhalten diskutiert. Dawid Statnik, Vorsitzender des Minderheitenrates, sprach über die aktuelle Situation der Minderheiten. Obwohl diese sich zum Teil unterscheiden, eint die Dachverbände der Wunsch nach stärkerem Schutz und einer ausreichenden Förderung, um den Fortbestand von Sprachen, Kulturen und Traditionen zu gewährleisten. Wichtigster Punkt hierbei war die Aufnahme einer diesbezüglichen Klausel in das Grundgesetz.
Des Weiteren wurden die Herausforderungen bzgl. der Wissensvermittlung zu den nationalen Minderheiten und der Jugendarbeit besprochen. Auch das Problem des zunehmenden Antiziganismus und der Gefahr für die Minderheiten durch rechtsextreme Bewegungen wurden thematisiert.
Dawid Statnik, Vorsitzender des Minderheitenrates, erklärt: „Wir danken dem Bundespräsidenten herzlich für das offene und vertrauensvolle Gespräch sowie sein aufrichtiges Interesse an den Anliegen der nationalen Minderheiten. Der Austausch hat einmal mehr gezeigt, dass unsere Themen auf höchster staatlicher Ebene Gehör finden. Angesichts der aktuellen Herausforderungen – von der Sicherung unserer Sprachen und Kulturen über die Wissensvermittlung bis hin zu wachsendem Antiziganismus und rechtsextremen Bedrohungen – ist es entscheidend, dass der Staat seiner Verantwortung sichtbar nachkommt. Dazu gehört aus unserer Sicht auch eine klare Verankerung des Schutzes und der Förderung nationaler Minderheiten im Grundgesetz.“
(Quelle: Minderheitensekretariat, 27.03.2026)