Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (M.) mit Vertreterinnen und Vertretern des Minderheitenrats der vier autochthonen nationalen Minderheiten und Volksgruppen im Schloss Bellevue (v.l. Judit Šołćina (Scholze), Geschäftsführerin Domowina – Bund Lausitzer Sorben; Roman Kühn, Leiter Minderheitensekretariat; Svend Wippich, stellv. Landesvorsitzender und Schatzmeister Südschleswigscher Verein; Sybilla Lena Nitsch, Landesvorsitzende Südschleswigscher Wählerverband; Lasse Rodewald, Generalsekretär Südschleswigscher Verein; Gitte Hougaard-Werner, Landesvorsitzende Südschleswigscher Verein; Ingwer Nommensen, Vorsitzender Friesenrat Sektion Nord e.V.; Dawid Statnik, Vorsitzender des Minderheitenrat und Vorsitzender Domowina – Bund Lausitzer Sorben; Hartmut S. Leipner, stellv. Vorsitzender Domowina – Bund Lausitzer Sorben; Dotschy (Michaela) Reinhardt, stellv. Vorsitzende Zentralrat Deutscher Sinti und Roma; Karl-Peter Schramm, Vertreter des Seelter Bundes / Saterfriese; Romani Rose, Vorsitzender Zentralrat Deutscher Sinti und Roma; Gösta Nissen, Referent Antirassismuspolitik Zentralrat Deutscher Sinti und Roma).
27/03/2026
Der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier empfing am heutigen Freitag, den 27.3.2026, den Minderheitenrat im Schloss Bellevue.

Minderheitenrat zu Gast beim Bundespräsidenten

Während des einstündigen Gesprächs wurde eine große Bandbreite an aktuellen minderheitenpolitischen Sachverhalten diskutiert. Dawid Statnik, Vorsitzender des Minderheitenrates, sprach über die aktuelle Situation der Minderheiten. Obwohl diese sich zum Teil unterscheiden, eint die Dachverbände der Wunsch nach stärkerem Schutz und einer ausreichenden Förderung, um den Fortbestand von Sprachen, Kulturen und Traditionen zu gewährleisten. Wichtigster Punkt hierbei war die Aufnahme einer diesbezüglichen Klausel in das Grundgesetz.

Des Weiteren wurden die Herausforderungen bzgl. der Wissensvermittlung zu den nationalen Minderheiten und der Jugendarbeit besprochen. Auch das Problem des zunehmenden Antiziganismus und der Gefahr für die Minderheiten durch rechtsextreme Bewegungen wurden thematisiert.

Dawid Statnik, Vorsitzender des Minderheitenrates, erklärt: „Wir danken dem Bundespräsidenten herzlich für das offene und vertrauensvolle Gespräch sowie sein aufrichtiges Interesse an den Anliegen der nationalen Minderheiten. Der Austausch hat einmal mehr gezeigt, dass unsere Themen auf höchster staatlicher Ebene Gehör finden. Angesichts der aktuellen Herausforderungen – von der Sicherung unserer Sprachen und Kulturen über die Wissensvermittlung bis hin zu wachsendem Antiziganismus und rechtsextremen Bedrohungen – ist es entscheidend, dass der Staat seiner Verantwortung sichtbar nachkommt. Dazu gehört aus unserer Sicht auch eine klare Verankerung des Schutzes und der Förderung nationaler Minderheiten im Grundgesetz.

(Quelle: Minderheitensekretariat, 27.03.2026)