Die Jahrestreffen 2026 finden erneut in ganz Südschleswig statt – dem Teil Schleswig-Holsteins, in dem die dänische Volksgruppe traditionell beheimatet ist. Von der deutsch-dänischen Grenze bis zur Eider werden am Jahrestreffen-Wochenende vom 29. bis 31. Mai rund 35 lokale Treffen sowie fünf große Freiluftveranstaltungen durchgeführt.
Seit 1921 – ein Jahr nach der Grenzziehung – werden die Jahrestreffen veranstaltet. Sie waren stets ein Zeichen dafür, dass die dänische Minderheit nach wie vor im Landesteil beheimatet ist und lebendig geblieben ist. Doch die Jahrestreffen sind mehr als politische Veranstaltungen. Sie sind auch Familienfeste mit Unterhaltung für Groß und Klein. Sie sind eine feste Tradition, bei der man sich trifft und sich gegenseitig in der Entscheidung bestärkt, als Teil der dänischen Minderheit zu leben.
Ein fester Bestandteil der Jahrestreffen sind Reden von Politikerinnen und Politikern beiderseits der Grenze. In diesem Jahr wird die Liste der teilnehmenden Politikerinnen und Politiker durch die Folketingswahl beziehungsweise die andauernden Regierungsverhandlungen in Dänemark beeinflusst. Trotz dieser aktuellen Situation haben sich jedoch zahlreiche Politikerinnen und Politiker zu den Veranstaltungen angemeldet. So freut sich der SSF, Jørgen Popp Petersen, Bürgermeister der Kommune Tønder, begrüßen zu dürfen. Er wird am Freitagabend in Læk sprechen. Thomas Østrup Møller, Botschafter an der Dänischen Botschaft in Berlin, hält Reden in Flensburg, Ladelund und Büdelsdorf. Außerdem dürfen sich die Besucherinnen und Besucher unter anderem auf Reden von Benny Engelbrecht, Vorsitzender des Südschleswig-Ausschusses und Mitglied des dänischen Parlaments, sowie Johannes Callsen, Beauftragter des Ministerpräsidenten für Minderheiten und deutsch-dänische Zusammenarbeit, freuen. Ein weiterer Höhepunkt erwartet die Gäste am Samstagvormittag, wenn der bekannte Kommentator Jarl Cordua gemeinsam mit Mirco Reimer-Elster, Vorsitzender des Grænseforeningen, May-Britt Petersen, Redaktionsleiterin der Flensborg Avis, und Annette Lind, dänische Generalkonsulin in Flensburg, über den Freiheitsbegriff diskutieren – inspiriert vom Motto der Jahrestreffen „Die Freiheit, jemand zu sein“.
Die Jahrestreffen
Die dänischen Jahrestreffen stärken die Gemeinschaft der dänischen Minderheit und zeigen die Verbundenheit mit Dänemark. Sie bestehen aus mehr als 35 lokalen und regionalen Veranstaltungen, die von großen Themenveranstaltungen über traditionelle Versammlungshaus-Treffen, Grillabende und Familienfeste bis hin zu regelrechten Volksfesten reichen. In Flensburg, Schleswig, Husum, Eckernförde und Ladelund finden große Freilufttreffen statt. In den Programmen wirken – neben Rednerinnen und Rednern aus Dänemark, dem Norden und Südschleswig – Menschen aller Altersgruppen aus den dänischen Organisationen, Vereinen und Institutionen in Südschleswig mit. Darüber hinaus treten zahlreiche Orchester sowie weitere kulturelle Beiträge aus Dänemark auf.
Die Jahrestreffen finden 2026 zum 101. Mal statt. Sie wurden erstmals 1921 nach der Volksabstimmung und der Grenzziehung im Jahr 1920 durchgeführt und wurden nur viermal abgesagt.
Eine aktuelle Programmübersicht mit allen Terminen findet sich auf der Webseite:
https://syfo.de/om-ssf/aarsmoederne/aarsmoede-2026
(Quelle: Sydslesvigsk Forening e. V., 20.05.2026)