01/09/2026
Schwerpunkte der Sitzung waren die Sprachplanung, die Finanzierung der friesischen Volksgruppe sowie die Aufnahme der vier autochthonen nationalen Minderheiten in das Grundgesetz.

Beratender Ausschuss für Fragen der friesischen Volksgruppe tagte in Hüsem/Husum

Am Dienstag, den 1. September 2026, tagte der Beratende Ausschuss für Fragen der friesischen Volksgruppe unter der Leitung des Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Dr. Bernd Fabritius, im Kreishaus in Hüsem/Husum.

Neben den Einrichtungen und Vertreter*innen der Minderheit – dem Friesenrat Sektion Nord e.V., dem Friisk Foriining, dem Seelter Buund, dem Saterfriesischbeauftragten der Oldenburgischen Landschaft, dem Nordfriisk Insituut und dem Interfriesischen Rat – nahmen für den Bundestag die Abgeordneten Stefan Seidler (SSW), Truels Reichhardt (SPD) und Leif Bodin (CDU) teil. Auch Stephan Zelesny vom Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung in Niedersachsen sowie Johannes Callsen, Minderheitenbeauftragter des Landes Schleswig-Holstein, nahmen teil. Das Minderheitensekretariat war mit Roman Kühn und Carolin Renner vertreten.

Der Landrat des Kreises Nordfriesland begrüßte die Gäste und Birte Überleer, Beauftragte des Kreises Nordfriesland für Regional- und Minderheitensprachen, berichtete von ihrer aktuellen Arbeit – hierbei u.a. Informationen über das Nordfriesische für Tourist*innen, die Spracharbeit für Kinder sowie den Minderheitenbericht des Kreises von 2025.

Im Anschluss berichteten die friesischen Institutionen über den momentanen Stand ihrer Projekte und über die Finanzierung der Arbeit der friesischen Volksgruppe diskutiert. Weitere Punkte waren die Zusammenarbeit mit anderen Minderheiten in Bezug auf ein KI-Programm zur Übersetzung sowie die Aufnahme der vier autochthonen nationalen Minderheiten in das Grundgesetz.

Ingwer Nommensen, Vorsitzender des Friesenrates Sektion Nord e.V., erklärte: „Die Sitzung des Beratenden Ausschusses für Fragen der friesischen Volksgruppe hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig der persönliche Dialog zwischen der friesischen Gemeinschaft und den politischen Vertreterinnen und Vertretern ist. Gerade der direkte Austausch vor Ort in Nordfriesland bietet die wichtige Möglichkeit, unsere Anliegen und Perspektiven unmittelbar einzubringen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

Wir danken Dr. Bernd Fabritius, dem Bundesministerium des Innern sowie den Bundestagsabgeordneten und den Vertreterinnen und Vertretern des Landes für die offenen Ohren, die konstruktive Atmosphäre und die gute Zusammenarbeit. Der vertrauensvolle Dialog ist eine wichtige Grundlage dafür, die Belange der friesischen Volksgruppe gemeinsam weiter voranzubringen.“

(Quelle: Minderheitensekretariat, 01.09.2026)