31/08/2026
Schwerpunkte waren die Forderung nach Beendigung des Geoblockings im deutsch-dänischen Grenzland, die Jugendarbeit der dänischen Minderheit und die Bedeutung des öffentlichen (Fern-)Verkehrs.

Beratender Ausschuss für Fragen der dänischen Minderheit tagte in Tønning/Tönning

Am Montag, den 31. August 2026, tagte im Skipperhuset in Tønning/Tönning (Schleswig-Holstein) unter Leitung des Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Dr. Bernd Fabritius, der Beratende Ausschuss für Fragen der dänischen Minderheit. 

Bei der Sitzung waren das Bundesministerium des Innern, der Sydslesvigsk Forening (SSF), der Südschleswigsche Wählerverband (SSW), die Sydslesvigs danske Ungdomsforeninger (SdU),  Stefan Seidler, MdB, ´sowie der Minderheitenbeauftragte des Landes Schleswig-Holstein, Johannes Callsen, vertreten. Das Minderheitensekretariat nahm ebenfalls teil. 

Nach der Begrüßung durch den Beauftragten Dr. Bernd Fabritius wurde ausführlich über die Problematik des Geoblockings beraten. Im Anschluss berichteten die Angehörigen der dänischen Minderheit über aktuelle Projekte, Neuigkeiten aus der Landespolitik sowie die Jugendarbeit der Minderheit.  Zuletzt wurde noch das Thema des (Fern-)Verkehrs im Grenzland behandelt. 

Im Anschluss an den offiziellen Teil der Ausschusssitzung wurde die dänische Schule in Tønning/Tönning, die Uffe-Skolen, besucht. Bei einer Führung durch die Schule konnten die Teilnehmer*innen sich über die Besonderheiten und Herausforderungen im Schulbetrieb informieren. Zudem hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, gemeinsam das dänische Kulturzentrum „Mikkelberg“ in Hatsted/Hattstedt zu besuchen. Auch hier wurde eine Führung durch die aktuelle Kunstausstellung angeboten sowie ein Einblick in die Bedeutung von Cricket für die dänische Minderheit gegeben. 

Gitte Hougaard-Werner, Vorsitzende des SSF, erklärt: “Die Sitzungen der Beratenden Ausschüsse in den Siedlungsgebieten sind immer eine hervorragende Gelegenheit, um sich mit der Kultur vor Ort vertraut zu machen. Die angesprochenen Themen bekommen so mehr Gewicht. Wir danken dem Beauftragten sowie dem Innenministerium für diese Gelegenheit und den Austausch.” 

Die jährlich tagenden Beratenden Ausschüsse für Angelegenheiten der vier anerkannten nationalen Minderheiten sowie der niederdeutschen Sprechergruppe wurden als beratende Gremien und Kontaktplattform der Minderheiten zur Bundesregierung und dem Deutschen Bundestag gegründet. 

(Quelle: Minderheitensekretariat, 31.08.2026)